Die Doppelstrang-Martingale mit Transport
Erfunden wurde sie vielleicht schon von einem anderen, ich habe aber noch nichts darüber gelesen und gebe ihr diesen Namen.
Die Martingale auf Einfache Chancen hat ihren schlechten Ruf zu Unrecht.
Sie ist – wahrscheinlichkeitsmathematisch betrachtet – nicht schlechter und nicht besser als jede andere Verlustprogression (vielleicht mit Ausnahme von webpirats Fraktal-Labby

).
Wenn man cool genug ist, sie – sagen wir – bis zu einem Maximalsatz von 512 Stücken durchzuziehen, dann wird man auch höchst unangenehme Permanenzabschnitte, die jede Labby, Fibonacci, d'Alembert platzen lassen, mit dem obligatorischen 1 Stück pro Angriff abschließen. Und an dem Tag, an dem 10 mal Schwarz kommt, muss man ja nicht unbedingt im Casino sein ...
Doch zugegeben, die Einsatzsteigerung ist heftig und wahrlich nichts für schwache Nerven. Zumal wir wissen, dass die Zehner-Minusserie
kommen wird!
Um den Angriff sicherer und ausdauernder zu gestalten schlage ich vor, die Permanenz in zwei Stränge zu teilen und jeden Strang getrennt zu progressieren.
Vergleichen wir mal:
Wenn ich bei der
normalen Martingale den Maximalsatz, wie oben vorgeschlagen, auf 512 Stücke begrenze, dann habe ich den Platzer nach einem Fehlstart von 10 Fehltreffern in Folge:
–1; –2; –4, –8, –16, –32, –64, –128, –256, –512
Der gescheiterte Angriff bringt einen Verlust von 1.023 Stücken!
Jetzt schauen wir mal, wie weit wir mit 1.023 Stücken bei der
Doppelstrang-Martingale kommen:
[dohtml]
Strang 1 Strang 2 Saldo
–1 –1 –2
–2 –2 –6
–4 –4 –14
–8 –8 –30
–16 –16 –62
–32 –32 –126
–64 –64 –254
–128 –128 –510
–256 –256 –1.022
[/dohtml]
Anstatt nach 10 Fehltreffern mit einem Verlust von 1.023 Stücken den Tisch verlassen zu müssen haben wir bei dieser Variante erst 62 Stücke (!) investiert und könnten mit unserem Kapital theoretisch sogar noch weitere 7 Fehltreffer hinnehmen. Und auf eine vernichtende 18er-Verlustserie müssen wir wirklich schon ein paar Monate warten.
Das ist schon sehr beruhigend

. Doch wie sieht die Tilgungskraft aus? Ein einziger Treffer reicht da nicht aus.
Richtig, aber oft reicht ein Doppelplus (wenn es auf 1 Ebene liegt) und spätestens nach einem Dreifachplus ist die Doppelstrang-Martingale
immer beendet. Jedes einzelne Zwischenplus macht diese Progression zudem deutlich flacher. Wir arbeiten nämlich mit
Transport (ein Begriff, den Billedivoire erstmals bei Progressionen eingeführt hat)!
Bei einer Ergebnispermanenz von
– – – + – – – + + – – – – – – – + +
sieht das so aus (Fehltreffer rot):
[dohtml]
Strang 1 Strang 2 Saldo
–1 –1 –2
–2 +2 –2
Strang 2 gewinnt und ist fertig, er "hilft" jetzt dem Not leidenden Strang 1
–2 –2 –6
(Strang 1 hätte eigentlich 2+2=4 Stücke setzen müssen, aber die 2 Erhöhungsstücke wurden zu Strang 2 transportiert)
–4 +4 –6
Strang 2 gewinnt erneut und ist fertig, er "hilft" jetzt wieder dem Not leidenden Strang 1
+4 –4 –6
(Strang 1 hätte eigentlich 4+4=8 Stücke setzen müssen, aber die 4 Erhöhungsstücke wurden zu Strang 2 transportiert)
Diesmal gewinnt Strang 1 und ist fertig, er "hilft" jetzt dem Not leidenden Strang 2
–4 –4 –14
(Strang 2 hätte eigentlich 4+4=8 Stücke setzen müssen, aber die 4 Erhöhungsstücke wurden zu Strang 1 transportiert)
–8 –8 –30
–16 –16 –62
+32 +32 +2
Endlich der erwartete Doppeltreffer auf 1 Ebene. Beide Sränge gewinnen und sind fertig.
[/dohtml]
Wir haben diesen hartnäckige Permanenzabschnitt ( 13x Minus und nur 5x Plus) wegen der Teilung in 2 Stränge mit einem
Gewinn von 2 Stücken abgeschlossen! Also 2 Stücke pro Angriff (der allerdings auch mindestens 2 Coups lang ist).
Durch den Transport verhindern wir, dass sich bei einer langen Minusserie, die sich auch auf jedem Einzelstrang bilden kann, die gleichen Erhöhungsschritte ergeben wie bei einer normalen Martingale.
Bei unserer Doppelstrang-Martingale war der höchster Einsatz 32 Stücke (vorletzter sowie letzter Satz) und der größte Kapitalbedarf 94 Stücke, nämlich 62 Stücke Minussaldo plus 32 Stücke für den nächsten (vorletzten) Satz.
Die normale Labby mit der Startfolge 0-1 wäre übrigens
noch lange nicht fertig und hätte jetzt einen Saldo von –32. Dabei hätte sie im Verlauf ein Kapital von 69 Stücken erfordert und würde noch mindestens 3 weitere Treffer benötigen, um im Plus abzuschließen.
Klar, die Original-Martingale wäre hier günstiger gelaufen, sie hätte beim 5. Coup getroffen. Aber dafür ist die Doppelstrang-Martingale eine hervorragende Versicherung gegen totale Fehlstarts (siehe oben). Und nach z.B. 14 Fehltreffern in Folge sollte dann doch auch mal ein Doppeltreffer zu erwarten sein ...
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