David Cooper
02.01.2005, 19:24
Kann der Croupier den Kugellauf beeinflussen?
Diese Frage stellt sich schon, seit das Roulette erfunden worden ist. Immer wieder behaupten Casinogäste steif und fest, dass ein Croupier gezielt bestimmte Bereiche treffen bzw. auslassen kann, wenn sie verlieren und z.B. die Kugel immer nur eine Zahl weiter als die gespielten Zahlen fällt. Auch sind viele Casinobesucher der Überzeugung, dass sie bei einem bestimmten Croupier nicht gewinnen können oder dass ein Croupier „den bösen Blick“ hat usw. Auch der Aberglaube kann seltsame Blüten treiben.
Viele Casinobesucher glauben, wie schon gesagt, dass der Croupier den Lauf der Kugel willkürlich beeinflussen kann. Andere sind der Überzeugung, dass der Croupier nicht wissentlich bestimmte Kesselbereiche treffen kann, aber durch jahrelange Routine gewisse Gewohnheiten entwickelt hat, aus denen sich die Bereiche voraus berechnen lassen, in die die Kugel höchstwahrscheinlich fällt.
Daneben herrscht bei vielen Spielern die Meinung vor, dass das Belegen von Kesselsektoren günstiger ist als das Bespielen von Tableaubereichen, weil bei den Kesselsektoren die Zahlen nebeneinander liegen, bei den Tableaubereichen aber in der Regel im Kessel verstreut sind. Lange Testreihen und Beobachtungen haben ergeben, dass kein Unterschied zwischen einem Kesselspiel und einem Tableauspiel existiert. Wenn tatsächlich das Kesselspiel gegenüber dem Tableauspiel „besser“ sein sollte, wären sicherlich die Tage des Roulette in der heutigen Form gezählt.
Wenn Croupiers mit „Absicht“ bestimmte Kesselsektoren häufiger treffen könnten als im Durchschnitt wahrscheinlich, hätten sie ausgesorgt. Sie brauchten nur eine Person ihres Vertrauens an den Tisch zu beordern und ihr zu verstehen zu geben, wo die Kugel höchstwahrscheinlich landen wird. Das würde nicht auffallen, wenn sich die Einsätze im Rahmen hielten. Bis heute haben wir vergeblich nach Croupiers mit derartigen Fertigkeiten Ausschau gehalten und können nur mit dem Roulettewissenschaftler Karl Alexander sagen: „Wir müssen uns wohl mit dem Gedanken abfinden, dass eben beim Roulettespiel alles möglich ist, was an Zufälligkeiten und absurden Erscheinungen gedacht werden kann, aber nichts, was eine Beeinflussung durch menschliche Hände als Ursache hätte.“ Dem ist nichts hinzu zu fügen!
Bleibt die Frage, ob ein Croupier im Laufe seiner jahrelangen Berufspraxis eigene persönliche Wurfgewohnheiten entwickelt. Wie ist der Bewegungsablauf eines Croupiers beim Kugelwurf? Die Kugel wird stets mit den gleichen Griffelementen aus dem Zahlenfach entnommen.
Ein Arm des Drehkreuzes wird erfasst. Der Abstand zwischen dem Zahlenfach, aus dem die Kugel entnommen wurde und dem erfassten Arm des Drehkreuzes wird fast immer gleich sein. Es ist entweder der nächstliegende oder der übernächste Arm. Nur wenn der Drehcroupier abgelenkt ist, kann es vorkommen, dass er einen anderen Arm des Drehkreuzes erfasst.
Der Kessel wird in der Regel mit gleicher Kraft in Bewegung gesetzt, die jedoch mit Länge der Arbeitszeit nachlässt.
Die Kugel wird stets in gleicher Manier geworfen, erhält mitunter aber noch eine Eigenbewegung um ihre Achse.
Dieser Bewegungsablauf ist bei vielen Croupiers automatisiert. Er wird höchstens durch äussere Einflüsse wie Hektik am Tisch oder Streit um Einsätze gestört. Ganz signifikant ist dies, wenn z.B. ein Pflasterer mit hohen Einsätzen am Tisch ist. Offensichtlich unbewusst versuchen dann die Croupiers, die Zahlen des Pflasteres zu treffen, weil dann hohe Trinkgelder fällig werden. Bei diesen Gelegenheiten kommt in der Regel kein Rhythmus zustande.
Aber wenn nun die Würfe eines Croupiers in den meisten Fällen so regelmässig ablaufen, müsste man doch annehmen, dass bestimmte Kesselabschnitte in schönster Regelmässigkeit getroffen werden. Aber dem stehen drei (unüberwindliche) Hindernisse gegenüber. Zum einen ist nicht jeder Croupier so ausgeglichen, dass seine Tätigkeit weitgehend automatisiert ist. Zum zweiten geben nicht die getroffenen Kesselsektoren und ihre zahlenmässigen Trefferhäufigkeiten Aufschluss über gleichförmige Würfe - denn in diesem Zusammenhang müsste man zumindest nach Links- und Rechtswürfen des Croupiers unterscheiden. Und drittens verhindern die Rauten an den Kesselwänden in der Regel gleichmässige Wurffolgen.
Trotz der Unmöglichkeit, das regelmässige Treffen von bestimmten Kesselsektoren zu erkennen, weil es eben auf Dauer keine Regelmässigkeit gibt (die zusätzlich zu den vorher aufgezählten Faktoren noch durch unregelmässige Handwechsel und die Verwendung von Kugeln unterschiedlicher Grösse und unterschiedlichen Materials) erschwert werden würde, gibt es sicherlich kurzfristig Chancen, vorüber gehende Eigenheiten eines Croupiers z.B. innerhalb eines Handwechsels mit einen Kurzangriff zu nutzen.
Quelle: Roulette Magazin (http://www.roulette-magazin.com)
Diese Frage stellt sich schon, seit das Roulette erfunden worden ist. Immer wieder behaupten Casinogäste steif und fest, dass ein Croupier gezielt bestimmte Bereiche treffen bzw. auslassen kann, wenn sie verlieren und z.B. die Kugel immer nur eine Zahl weiter als die gespielten Zahlen fällt. Auch sind viele Casinobesucher der Überzeugung, dass sie bei einem bestimmten Croupier nicht gewinnen können oder dass ein Croupier „den bösen Blick“ hat usw. Auch der Aberglaube kann seltsame Blüten treiben.
Viele Casinobesucher glauben, wie schon gesagt, dass der Croupier den Lauf der Kugel willkürlich beeinflussen kann. Andere sind der Überzeugung, dass der Croupier nicht wissentlich bestimmte Kesselbereiche treffen kann, aber durch jahrelange Routine gewisse Gewohnheiten entwickelt hat, aus denen sich die Bereiche voraus berechnen lassen, in die die Kugel höchstwahrscheinlich fällt.
Daneben herrscht bei vielen Spielern die Meinung vor, dass das Belegen von Kesselsektoren günstiger ist als das Bespielen von Tableaubereichen, weil bei den Kesselsektoren die Zahlen nebeneinander liegen, bei den Tableaubereichen aber in der Regel im Kessel verstreut sind. Lange Testreihen und Beobachtungen haben ergeben, dass kein Unterschied zwischen einem Kesselspiel und einem Tableauspiel existiert. Wenn tatsächlich das Kesselspiel gegenüber dem Tableauspiel „besser“ sein sollte, wären sicherlich die Tage des Roulette in der heutigen Form gezählt.
Wenn Croupiers mit „Absicht“ bestimmte Kesselsektoren häufiger treffen könnten als im Durchschnitt wahrscheinlich, hätten sie ausgesorgt. Sie brauchten nur eine Person ihres Vertrauens an den Tisch zu beordern und ihr zu verstehen zu geben, wo die Kugel höchstwahrscheinlich landen wird. Das würde nicht auffallen, wenn sich die Einsätze im Rahmen hielten. Bis heute haben wir vergeblich nach Croupiers mit derartigen Fertigkeiten Ausschau gehalten und können nur mit dem Roulettewissenschaftler Karl Alexander sagen: „Wir müssen uns wohl mit dem Gedanken abfinden, dass eben beim Roulettespiel alles möglich ist, was an Zufälligkeiten und absurden Erscheinungen gedacht werden kann, aber nichts, was eine Beeinflussung durch menschliche Hände als Ursache hätte.“ Dem ist nichts hinzu zu fügen!
Bleibt die Frage, ob ein Croupier im Laufe seiner jahrelangen Berufspraxis eigene persönliche Wurfgewohnheiten entwickelt. Wie ist der Bewegungsablauf eines Croupiers beim Kugelwurf? Die Kugel wird stets mit den gleichen Griffelementen aus dem Zahlenfach entnommen.
Ein Arm des Drehkreuzes wird erfasst. Der Abstand zwischen dem Zahlenfach, aus dem die Kugel entnommen wurde und dem erfassten Arm des Drehkreuzes wird fast immer gleich sein. Es ist entweder der nächstliegende oder der übernächste Arm. Nur wenn der Drehcroupier abgelenkt ist, kann es vorkommen, dass er einen anderen Arm des Drehkreuzes erfasst.
Der Kessel wird in der Regel mit gleicher Kraft in Bewegung gesetzt, die jedoch mit Länge der Arbeitszeit nachlässt.
Die Kugel wird stets in gleicher Manier geworfen, erhält mitunter aber noch eine Eigenbewegung um ihre Achse.
Dieser Bewegungsablauf ist bei vielen Croupiers automatisiert. Er wird höchstens durch äussere Einflüsse wie Hektik am Tisch oder Streit um Einsätze gestört. Ganz signifikant ist dies, wenn z.B. ein Pflasterer mit hohen Einsätzen am Tisch ist. Offensichtlich unbewusst versuchen dann die Croupiers, die Zahlen des Pflasteres zu treffen, weil dann hohe Trinkgelder fällig werden. Bei diesen Gelegenheiten kommt in der Regel kein Rhythmus zustande.
Aber wenn nun die Würfe eines Croupiers in den meisten Fällen so regelmässig ablaufen, müsste man doch annehmen, dass bestimmte Kesselabschnitte in schönster Regelmässigkeit getroffen werden. Aber dem stehen drei (unüberwindliche) Hindernisse gegenüber. Zum einen ist nicht jeder Croupier so ausgeglichen, dass seine Tätigkeit weitgehend automatisiert ist. Zum zweiten geben nicht die getroffenen Kesselsektoren und ihre zahlenmässigen Trefferhäufigkeiten Aufschluss über gleichförmige Würfe - denn in diesem Zusammenhang müsste man zumindest nach Links- und Rechtswürfen des Croupiers unterscheiden. Und drittens verhindern die Rauten an den Kesselwänden in der Regel gleichmässige Wurffolgen.
Trotz der Unmöglichkeit, das regelmässige Treffen von bestimmten Kesselsektoren zu erkennen, weil es eben auf Dauer keine Regelmässigkeit gibt (die zusätzlich zu den vorher aufgezählten Faktoren noch durch unregelmässige Handwechsel und die Verwendung von Kugeln unterschiedlicher Grösse und unterschiedlichen Materials) erschwert werden würde, gibt es sicherlich kurzfristig Chancen, vorüber gehende Eigenheiten eines Croupiers z.B. innerhalb eines Handwechsels mit einen Kurzangriff zu nutzen.
Quelle: Roulette Magazin (http://www.roulette-magazin.com)