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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bankirrtum zu meinen Gunsten?


Chancellor
06.02.2008, 14:23
 
Hallo zusammen.

Ich habe eine Frage zur rechtlichen und moralischen Beurteilung von Fehlern der Croupiers:

Es kommt die 4, schwarz. Auf Schwarz wurde nichts gesetzt, allerdings zahlt der Croupier fälschlicherweise Rot aus und verdoppelt den dort liegenden 50-Euro-Chip. Dieser Flüchtigkeitsfehler wird von niemandem bemerkt, auch nicht vom Tisch-Chef.

Wem gehören die beiden Chips: der Bank, dem ursprünglichen Setzer - oder jedem beliebigen Finder, also mir? Ist es also ok, die Chips an sich zu nehmen?

Ich habe mich nicht getraut, jemand anderes tat es kurze Zeit später, vielleicht der ursprüngliche Setzer. Im Nachhinein habe ich mir aber überlegt, beim nächsten Mal sofort zuzugreifen und dann in der Nähe des Tisch-Chefs zu warten, ob ein Einspruch kommt. Kommt nichts, die Chips als "irgendwo gefunden" in die eigene Tasche buchen. Oder auf Anfrage hin sich entschuldigen: "Schien mir ein Bankirrtum zu meinen Gunsten zu sein..."


In einem anderen Fall hat ein Croupier sich bei der Abarbeitung der Auszahlungen vertan und mir meinen nachträglich platzierten Einsatz auf eine Transversale simple ausgezahlt.

Ist es ok, einen solchen "unrechtmäßigen Gewinn" einzustecken?

Ich habe ihn freundlich abgelehnt und erklärt, mein Einsatz sei nachträglich erfolgt. Der Croupier und der Tisch-Chef bedankten sich daraufhin (wofür eigentlich?), und ich war stolz darauf, das Glück nicht betrogen zu haben :doh:

Wie geht ihr mit solchen Situationen um?

Und wie verbucht die eigene persönliche Permanenz solche "Chancen"?

Chancellor
____________
"Zufall happens!"

stoerti
06.02.2008, 14:41
unrechtmäßige Gewinne gibts nich, einsacken, was zum einsacken geht.

Becheiss die anderen, bevor sie Dich bescheissen

:wild:

sachse
06.02.2008, 18:38
Im ersten Fall gehört das "Schäfchen" traditionell dem, der es nimmt - es sei denn, der echte Besitzer meldet sich.
Meist entstehen derartige Dinge, wenn Neulinge ihren gesperrten Einsatz nach Zero als verloren geben und gehen.
Dann empfieht es sich, nach dem 1. Paroli die Stücke einmal als Besitzerzeichen zu drehen.
Beim 2. Fall ist es entweder Charaktersache oder taktische Ehrlichkeit(Kameras).

sachse

puru
06.02.2008, 22:23
naja....also ich finde, man sollte "ehrlich" gewinnen :rolleyes:

wie oft hat schon der Croupier mir bei Blackjack meinen, für die nächste Runde gesetzten Chip, ausbezahlt, worauf ich ihn immer zurückgegeben habe, denn was einem nicht gehört, sollte man nicht nehmen! :hear:

Dann gibt es noch das Gegenteil, Personen, die sich beim Roulette vordrängeln und die Masse ausnützen (bei teils 2 - 3 Reihen um den Tisch) um dann noch die gewonnen Chips fremder Leute zu stehlen :angry:

mfg

puru

Blondie
06.02.2008, 22:41
Hi,

naja....also ich finde, man sollte "ehrlich" gewinnen

Ich schließe mich der Meinung von puru ebenfalls an - ehrlich gewinnen hat auch etwas mit dem "Erfolgserlebnis" zu tun. Ích fühle mich doch wesentlich besser, wenn ich auf "meinen Satz" gewinne, als daß ich es nötig hätte, von dem Fehler des Croupiers zu profitieren. Das ist m.E. eine reine Charaktersache.

LG - Blondie :wavey:

stoerti
06.02.2008, 23:31
Das ist m.E. eine reine Charaktersache.
dann hab ich nen fiesen charakter.

Ne, watt bin ich ne fiese Moep :8)