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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verlustlimitierung


David Cooper
16.12.2004, 20:01
Hallo allerseits,

ich wollte an dieser Stelle mal zu einer Diskussion zum Thema Verlustlimitierung aufrufen. Es sagt sich nämlich immer so einfach, man soll Gewinne laufen lassen, und Verluste in Kauf nehmen, und die Partie frühzeitig beenden. Aber was ist schon frühzeitig; bei einem Kapitalbedarf von beispielhaften 200 Einheiten bei verlorenen 20 Einheiten, oder erst bei 100. Meiner Meinung nach hängt das Maßgeblich von folgenden Punkten ab:

Die zu bespielende Chance
Die Schwankungen sind bei jeder Chance anders und signifikant, sodass sich sich keinesfalls miteinander vergleichen lassen. Bei einem EC-Spiel sollte man wohl eher frühzeitig abbrechen, da ab einem gewissen Punkt eine Rückkehr zur Nullinie, geschweige denn eine Erreichung eines zu hoch gesteckten Tagesziels, nur noch schwerlich, also unter großen finanziellen Anstrengungen, zu erreichen ist; bei einem Pleinspiel hingegen kann sich nach einem (fast) Doppeltreffer der Saldo unter Umständen schon wieder weit im Plus befinden. Das gilt es zu differenzieren.

Gleichsatz oder Progression
Auch maßgeblich für die Wahl der Höhe der Verlustlimitierung ist die Tatsache, ob eine Progression verwendet wird, oder im Gleichsatz agiert. Im Gleichsatz ist so unter Umständen ab einem gewissen Punkt ein Abschluss mit Gewinn ohnehin nicht mehr zu realisieren, sodass man den Tag eher mit Verlust abschließen sollte, als krampfhaft mit immer mehr abnehmender Konzentration - ein Kardinalfehler: unkontrolliertes Spielen - zu versuchen die Partie zu einem postiven Abschluss zu bringen.
Bei einem Progressionsspiels kann es hingegen wieder ganz anders aussehen, vor allem, wenn nur wenige Treffer benötigt werden, um die bisherigen Verluste auszugleichen. Aber auch hier sollte man irgendwann aufhören; ein bestes Beispiel ist die Climber-Progression, welche ich immer wieder gerne auf den EC anwende, aber nur bis zu einem Einsatz von 10 Einheiten. Darüber hinaus halte ich es einfach für zu riskant, und unrealistisch noch zu gewinnen.

Bisherige Verlauf der Partie
Hierbei handelt es sich wohl um den am schwersten einzuschätzenden Faktor: den Verlauf der bisherigen Partie. Dabei kann gerade dieser am ehesten über einen Abbruch der Partie entscheiden, und er es auch der einzige von diesen drei Faktoren, welche flexibel ist, respektive sich der Partie anpasst, und keinsfalls starr ist. Man sollte einfach - so banal es auch klingen mag - lernen ein Gespür für den bisherigen Verlauf zu bekommen: Geht die Tendenz eher in Richtung G > V (die Anzahl der Gewinncoups ist größer als die Anzahl der Verlustcoups), so sollte man wohl noch weiter spielen. Anders herum natürlich im umgekehrten Fall. Ein besonders häufiges Phänomen ist meiner Erfahrung im Übrigen im Übrigen folgendes: der Saldo pendelt sich zwischen zwei Saldoständen ein, und bewegt sich eigentlich immer nur hin und her; oder man nähert sich mit einem Spiel immer wieder knapp der Nulllinie, aber dann kommt ein Rückschlag, und man verliert auf Anhieb wieder 10 Stücken. In diesem Fall hat es keinesfalls einen Sinn weiter zu spielen, da derartige Phasen schwer zu überwinden sind, was man auch gar nicht erst versuchen sollte.

So, nun bitte ich um weitere Kommentare.

Grüße

David Cooper
:wavey2:

Carlo
16.12.2004, 22:43
Hallo,

ich kann nur wärmstens die Limitierungen von Evert empfehlen...
Bei Paroli unter RC abrufbar, man muss ja nicht RC spielen, aber gerade seine Verlustlimitierungen tragen seeeehhhhrrr zur Gewinnsicherung bei.

mfg
carlo

Shotgun
17.12.2004, 13:58
@Carlo

Stimmt. :think:

Shotgun