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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kesselgucken mit Handy?


Ciro
06.12.2004, 07:23
...so weiter geht und Schule macht?

Handy gewinnt 2,6 Roulette-Millionen

LONDON – Mit Hilfe ausgefeilter Lasertechnik haben drei Glücksspieler das Casino des legendären Hotel Ritz in London um 2,6 Millionen Franken erleichtert – und das völlig legal!
Die beiden Serben und ihre ungarische Begleiterin durften – nach vorübergehender Festnahme – mitsamt ihrem Gewinn ausreisen. Warum? Sie hatten nicht physisch ins Spiel eingegriffen und damit nicht gegen das Gesetz verstossen.

So fing alles an: Mit einem Mini-Laserscanner in einem Handy konnten sie die Geschwindigkeit der Kugel am Roulettetisch ermitteln. Ein Computer sagte – unter Einbezug der Drehgeschwindigkeit der Scheibe – die Gewinnfelder voraus.

Das Ganze lief rasend schnell ab, weil Roulettespieler setzen müssen, bevor die Kugel die dritte Runde dreht. Das Trio, dessen Chancen durch den schlauen Technikeinsatz um mehr als das Sechsfache stiegen, räumte ab.

Beflügelt durch ihr Glück versuchten es die Osteuropäer am folgenden Abend wieder – und machten noch mehr Geld. Als die Casino-Leitung jedoch die Bilder der Überwachungskameras auswerten liess, kam sie der 32-Jährigen und ihren beiden 33 und 38 Jahre alten Begleitern auf die Schliche.

Die Osteuropäer wurden in einem nahen Hotel zunächst festgenommen, später aber gegen Kaution wieder auf freien Fuss gesetzt. Ihr Gewinn wurde vorübergehend beschlagnahmt – bis sich die rechtliche Situation zugunsten der (Ab)Zocker klärte.

Artikel aus dem Blick vom 6. Dezember 2004

gefunden von

marc86

dazligth
06.12.2004, 08:20
Was machen die Spielbanken, wenn das.... ...so weiter geht und Schule macht?

Einfach füher absagen!

Oder noch besser es anregen es von gesetzlicher Seite her zu verbieten irgendwelche technischen Hilfmittel zu benutzen!

Carlo
06.12.2004, 18:08
In den USA wären die
a. ihren Gewinn los, und
b. im jail gelandet.

Aber es ist mal wieder ein Beweis, dass ballistisch etwas geht...

mfg
carlo

Carlo
07.12.2004, 08:20
Roulette-Gewinn durch technische Hilfsmittel ist rechtmäßig

Zwei Männer und eine Frau, die mit einem Laser-Scanner sowie Computer und Handy ausgerüstet Mitte März dieses Jahres insgesamt 1,3 Millionen Pfund (1,88 Millionen Euro) in einem Casino eines Londoner Ritz-Hotels gewonnen haben, dürfen ihr Geld behalten. Die Polizei hatte die Personen -- zwei Serben sowie eine Frau aus Ungarn -- nach der Tat in deren Hotel in Gewahrsam genommen. Nun wurden die Untersuchungen eingestellt und der Fall zu den Akten gelegt, denn nach Aussage der Polizei sei kein Eingriff in das Spielgeschehen erfolgt, berichtet unter anderem Times online.

Um vorhersagen zu können, an welchem Punkt die Kugel landen wird, richteten die Spieler den Scanner auf den Roulette-Kessel. Er maß die Geschwindigkeit der Kugel im Moment der Freigabe durch den Croupier sowie den Kontaktpunkt mit dem Kessel. Weiterhin ermittelte das Gerät den Schwungverlust der Kugel und des Rades. Diese Informationen wurden von einem Rechner, vermutlich einem PDA, ausgewertet. Er konnte anhand der ermittelten Daten verschiedene Szenarien durchspielen und gab die wahrscheinlichsten an das Handy der Spieler weiter. Die Gewinnwahrscheinlichkeit erhöhte sich so von 37 zu 1 auf einen Wert von etwa 6 zu 1.

Für die notwendige Ablenkung von der Technik soll die beteiligte Dame gesorgt haben, welche von der Polizei als "gut gekleidet" beschrieben wurde. Am ersten Abend konnte das Trio so 100.000 Pfund einsammeln, um dann den nächsten Abend nochmals zu erscheinen und mit 1,2 Millionen Pfund das Casino zu verlassen. Der schnelle Abgang sowie der hohe Gewinn machten die Besitzer misstrauisch, und sie riefen die Polizei.

Quelle: Heise.de (http://www.heise.de/newsticker/meldung/53952)

oz3a
07.12.2004, 09:09
Mit einem Mini-Laserscanner in einem Handy konnten sie die Geschwindigkeit der Kugel am Roulettetisch ermitteln.

Na das ist aber eine Ente.
Laser, das Zauberwerkzeug muss für alles herhalten.
Mit einem Laser gewinnst Du Reflektionsinformation über einen Raumpunkt des Aufenthaltsorts der Kugel pro Messung. Ohne starrem Fixaufbau, das Handy nur in der Hand gehalten, bei jedem Start eine andere Anfangsposition der Hand.
Keine Chance, damit brauchbare Info zu bekommen.
Der beste Scanner ist immer noch das menschliche Auge.
Ich denke, falls dieses Ereignis überhaupt stattgefunden hat, dann nur mit einem Handheld, Kleincomputer. Geeignete Software mit Zeitmessung über Tastendruck und entsprechender Auswertung.
Die Bildauswertung macht der Mensch nach wie vor unübertrefflich.
Mit Handheld alleine und geeigneter Software müsste man mal testen.

dazligth
07.12.2004, 10:23
Hi oz3a!

Woher stammt dein Wissen über Laser?
Hast du beruflich damit zu tun oder so?

Man weiß aber ja auch nicht wo sich Handy befand ... vielleicht gabs ja eine fixen Punkt wo es montiert/aufgestellt war?
Dann über Bluetoth zw. Handy und PDA kommunizieren ist auch kein Problem!

oz3a
07.12.2004, 18:41
@dazligth,
ich hatte ein paar Jahre beruflich mit Laser zu tun.
vielleicht gabs ja eine fixen Punkt wo es montiert/aufgestellt war?
das stell ich mir problematisch vor, neugierige Zuschauer, Fragen
Das gesamte System muß ja auch justiert, geeicht , abgestimt werden.
Ein langwieriger Prozess, läßt sich nicht durchführen ohne aufzufallen.

stoerti
07.12.2004, 19:46
Du wirst nicht fuer moeglich halten, was alles nicht auffaellt, wenn man es nur offensichtlich genug tut

Ich erinnere mich gut, Bad Homburg, muss so 1992 gewesen sein, 2 Jungs kommen an den Tisch, legen einen kleinen Computer, bisschen grösser als die heutigen Handhelds auf den Tisch.
Croupier meint lächelnd: Monsieur versuchen es heute mit Technik
Tischchef grinst überheblich
Vielleicht so 20 oder 25 verlorene Coups (auf Plein) später
Croupier: Monsieur sollten sich nicht auf Computer verlassen, der Zufall lässt sich nicht beeinflussen
Beim 30/35 verlorenen Coup kommt endlich ein Gewinn auf Plein.
Croupier lächelt einen der beiden an.
Tischchef grinst.

Nächster Coup: Gewinn auf Plein
Nächster Coup: Gewinn auf Plein
Nächster Coup: Gewinn auf Plein
Nächster Coup: Gewinn auf Plein
Nächster Coup: Gewinn auf Plein

Tischchef läutet die Glocke.

Nächster Coup: Gewinn auf Plein

2 Herren kommen an den Tisch, der eine meint:
Verzeihung Monsieur, technische Geräte sind nicht gestattet, ich muss sie bitten zu gehen.

Ob die beiden schlauer waren und sich das nächste mal an die Bar setzten und per Zeichen weiterspielten?
Man wird es nie erfahren :xmas-chees:

dazligth
07.12.2004, 22:33
Originally posted by oz3a@07.12.2004 - 19:41
@dazligth,
ich hatte ein paar Jahre beruflich mit Laser zu tun.
vielleicht gabs ja eine fixen Punkt wo es montiert/aufgestellt war?
das stell ich mir problematisch vor, neugierige Zuschauer, Fragen
Das gesamte System muß ja auch justiert, geeicht , abgestimt werden.
Ein langwieriger Prozess, läßt sich nicht durchführen ohne aufzufallen.
ok danke für die INFO!

Kelly1
25.01.2005, 00:36
Michael Barnett vom survtech.au war consultant in diese sache, er hatte Scotland Yard, Ritz, the British Gaming Board, John Huxley, The Club Squad, the Money Laundering Investigation Squad geholfen und er hatte bestaetigt das keine computer/laser war benoetigt. Er hatte alle placierte coups beobachtet, mit alle augenzeugen gesprochen, und absolut nichts spricht fuer ein computer spiel. Sie wissen alle wie die gewinne kam zustande, kann aber nichts dafuer tun. Er sagt auch das die gewinne nicht ueber 2 sigma ueberschreitet und diese verhaeltnis macht ein gerichts urteil (richtige wort ?) sehr schwer.

Kelly1
25.01.2005, 00:42
Und Mike Barnett weiss von was er spricht. Er hat selbst 2 computerern gebaut. Ein roulette und ein Black Jack computer.

http://www.roulette-board.de/images/kelly_kesselgucken.png

http://www.roulette-board.de/images/kelly_kesselgucken2.png

Quelle: Survtech (http://www.survtech.com.au/reports/rouletteCompDev.htm)

Carlo
12.02.2005, 22:14
Sie wissen alle wie die gewinne kam zustande, kann aber nichts dafuer tun. Er sagt auch das die gewinne nicht ueber 2 sigma ueberschreitet und diese verhaeltnis macht ein gerichts urteil (richtige wort ?) sehr schwer.

Wie immer perfekt Kelly! :smdaumen:
mfg
carlo

dazligth
14.03.2005, 11:52
LOL das ich nicht drüber lache: Nie im Leben so wie dort beschrieben!!!
Die wollen nur Nachamer fern halten.

http://www.isa-casinos.de/articles/8323.html

ISA-CASINOS PA recherchierte, wie es dazu kommen konnte, dass ein Trio in London mit dem „Handy-Trick“, der auch fälschlicher Weise als „Lasertrick“ benannt wird, 1.900.000 Euro gewinnen konnte. Das Ergebnis war verblüffend, da der Trick doch nicht so neu war und auch bereits in Deutschland, Österreich, San Remo und Monte Carlo verwendet wurde.

Wie in jeder Branche, gibt es aber auch hier einige schwarze Schafe, die den illegalen Weg nehmen, um Spiele manipulieren zu können. Am Roulette Tisch des Londoner Edelcasinos Ritz ergaunerte das Trio letzten März 2004 1.900.000 Euro Millionen Franken und wurde später verhaftet. Seit kurzem ist das Trio wieder auf freiem Fuss. (ISA-CASINOS berichtete).
Scotland-Yard-Sprecher Alistair Campbell gab gegenüber der Presse keine detaillierte Hinweise ab, mit der Begründung, keine Nachahmer zu animieren.

Die Recherche der ISA-CASINOS PA ergab, dass dieser Trick schon öfter in London benutzt wurde. Auch in anderen europäischen Ländern, wie einmal in Deutschland, einmal in Österreich, sowie an der italienisch/französischen Grenze, in San Reno und in Monte Carlo, wurde dieser Trick bereits vor Jahren angewandt. Diese Vorfälle sind allerdings nicht in die Presse gekommen - und der genaue Ablauf ist seit dem aufgedeckten Vorfall im Ritz in der Versenkung verschwunden Inwieweit diese so genannte Verschwiegenheit richtig war, lässt sich nun ablesen. Sicherlich hätte man etwas dagegen unternehmen können wäre der Ablauf untereinander in der Casinobranche detaillierter bekannt gewesen.

Jedem muss klar gewesen sein, dass es ohne fremde Hilfe, das Trio in London niemals einen solchen Trick anwenden konnte. Dazu braucht man einen Croupier oder Tischchef. Nur mit deren Hilfe ist es möglich, das Casino aus zu tricksen.
Je nach Hausbestimmung überprüft der Tischchef oder der Drehcroupier die Roulettekugel, ob diese sich in einem einwandfreien Zustand befindet. Diese Prüfung findet in allen Casinos statt, um die Sicherheit des Spieles zu gewährleisten.

ISA-CASINOS sprach mit dem Experten Wilhelm A. Vogl, der Sachverständiger für Spielbanken und Glücksspiel im Internet ist, und befragte ihn zu den Geschehnissen im Londoner Casino Ritz.

ISA-CASINOS: Können Sie uns über diesen „Handy Trick“, der durch die Gazetten geistert, etwas näheres und detaillierteres sagen?

Wilhelm A. Vogl: Um solch einen „Handy-Trick“ ausüben zu können, muss der Drehcroupier die Kugel schnell und geschickt austauschen - und zwar gegen eine gefälschte Kugel, die ein magnetisch geeignetes Material in sich hat. Die Täter brauchen nun drei bis fünf Handys, die Kraft eines Akkus zusammengeschlossen werden und somit ein Magnetfeld herstellen können. Am unauffälligsten ist eine Dame, die mit ihrer Handtasche in der Nähe des Kessels steht und somit ein Magnetfeld aufbauen kann. Durch das starke Energiefeld wird nun die magnetisierte Kugel in das Feld dirigiert.

ISA-CASINOS: Können Sie uns ein Roulette - Spiel Beispiel nennen?

Vogl: Die Mitspieler setzen nun die große Serie per Plein und Cheval aus, natürlich mit dem Maximum, und spielen zusätzlich noch die Randzahlen 9/12, 17/18 und 31/34 auch mit dem Maximum mit. Nun kann der so genannte „Handy-Trick“ seinen Lauf nehmen.

ISA-CASINOS: Wie läuft dann das Ganze ab, ohne dass es bemerkt wird?

Vogl: Die gefälschte Roulettekugel wird nun in die große Serie gelotst. Dabei wird das Kraftfeld der Handys aktiviert, so dass es die Kugel schafft, bis in die große Serie zu kommen. Danach wird das Kraftfeld der Handys ausgeschaltet und die Kugel fällt wie ein Stein in die bespielten Felder. Nicht in die einzelnen Zahlen, sondern in den Sektor der großen Serie. Das alles passiert in einem Zeitraum von ca. einer halben bis einer dreiviertel Stunde, je nachdem wie lange der Croupier arbeitet. In dieser Zeit schafft man im Schnitt 12 - 15 Spiele.

Es ist zu verstehen das die Casinos nun etwas nervös auf Handy am Roulette Tisch reagieren. In Las Vegas muss jeder der telefoniert vom Tisch aufstehen und mindestens 3 Meter weit davon entfernt sein. Immerhin haben auch sie schon einige Erfahrungen mit Spielertricks erlebt. Erinnern wir uns nur an dem berühmten Trick mit den Schuhen von denen wir ihnen auch noch berichten werden.

Erstens fällt die Kugel bestimmt nicht wie ein Stein dort rein und zweitens braucht man dafür so ein großes Magnetfeld.
Dafür würde weder die Stromversorgung noch die benötigten Spulen in ein Handy passen!!! LOL

dazligth
14.03.2005, 12:02
Weiter muss man den Croupier anheuern... und jeder der etwas Ahnung hat sieht direkt das mit der Kugel was nicht stimmen würde.
Weiter wäre das ein direkter Eingriff ins Spielgeschehen der sogar in Deutschland zur Gefängisstrafe führt.
Nehme man an das dies auch für GB gilt! Somit wäre die netten Kollegen dort nicht mehr aus der U-Haft freigelassen worden!

sachse
14.03.2005, 21:31
Ein Magnet hilft nicht viel, da er nicht "schubsen" kann sondern nur anziehen. Die Kugel würde also unter dem Magneten eher nicht fallen. Eine Kugel zu magnetisieren hat auch keinen Zweck, weil beim Rollen ständig Nord- und Südpol wechseln würden.(So viel mal zu dem "Sachverständigen)

Das Hauptproblem besteht aber darin, dass es heute zwar handliche Magneten gibt, an denen sich ein ganzes Ballett festhalten könnte aber nur bei direktem Kontakt. Magneten, die imstande sind 1.000kg zu tragen, halten bei 50cm Abstand nicht einmal mehr eine Stecknadel.

Als Member im "The Ritz Club" habe ich bei meinen Besuchen zwar für KG geeignete Geräte und Kugeln vorgefunden aber ansonsten Bedingungen, bei denen ich keine Chance sah.
Wahrscheinlich sind mit Wissen bestimmter Leute des Personals für KG ideale Bedingungen geschaffen worden und ein Profi hat im Auftrag zugeschlagen.

Man muss mindestens das Maximum erhöht haben, denn mit 1.000 Pfund auf Plein sind kaum 1,2 Millionen an einem Tag zu gewinnen. Das wäre das Gleiche, wie mit 5ern 7.000 zu gewinnen.
Es gibt allerdings eine "Rennbahn", d. h. es kann 2/2 annonciert werden.
Für die Theorie, dass Personal involviert war spricht auch, dass der Tisch nicht geschlossen wurde, denn wegen des Troncs kann es nicht sein. Trinkgeld ist in GB gesetzlich verboten.

Alles in allem sehr undurchsichtig. Nur eines stimmt mit Sicherheit nicht: Die Erlärung der Experten im ISA-Casinos.

sachse