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Roulette-Board
02.12.2004, 14:41
Die Thesen des Rouletteforschers Clarius
Folgende Abhandlungen stammen aus dem Roulette-Magazin (http://www.roulette-magazin.com),
und durften freundlicherweise von uns übernommen werden.
:excl:
Roulette-Board
05.12.2004, 18:13
Clarius hat sich intensiv mit physikalischen Roulettesystemen auseinander gesetzt und sieht hier die einzige Möglichkeit, auf Dauer gewinnende Methoden zu entwickeln. Er ist davon überzeugt, dass man ebenso wie bei komplizierten Satellitenbahnen auch die Bahn der Kugel einschliesslich der Behinderungen durch die Rauten an der Kesselwand berechnen kann und zwar mit Hilfe der Bewegungsgleichungen von Kugel und Zahlenscheibe.
Für diese Bewegungsgleichungen sind Anfangsstellung und Anfangsimpuls-Moment der Zahlenscheibe zu Beginn eines neuen Spiels und Anfangsort, Anfangszeit sowie Anfangsimpuls der Kugel wichtig.
Diese Anfangsbedingungen, so die Schlussfolgerung von Clarius, sind interessanterweise sowohl vom Croupier als auch vom Wetter abhängig (das Wetter wirkt auf das vegetative Nervensystem und damit auch auf das Muskelsystem des Croupiers!). Mit anderen Worten, alle Systeme, die den Handwechsel ausser Acht lassen, verzichten auf die Berücksichtigung eines wichtigen Faktors und sind damit notwendigerweise nicht optimal.
Das heisst aber nicht, dass alle Systeme, die den Handwechsel nicht beachten, untauglich sind. Manche Systeme sind so aufgebaut, dass sie dem Rhythmus des Croupierwechsels geschickt folgen, ohne dass ein Spieler diesen Wechsel selbst beobachten muss. Solche Systeme haben den Vorteil, dass sie von Laien „spielend“ bewältigt werden können. Aber sie haben den Nachteil, dass sie nur geringe Gewinne abwerfen und in der Regel einen nicht akzeptablen Zeit- und Kapitalaufwand erfordern. Der erfahrene Spieler beachtet daher in jedem Fall den Handwechsel.
Zurück zu den fünf Anfangsbedingungen, zu denen als sechste noch der Querdrall der Kugel hinzu kommt, die sich in einer eliptischen Bahn der Kugel äussert.
Diese sechs Elemente können für jeden Croupier als seiner Wurftechnik gemässe Eigenwerte angesehen werden, die natürlich auch nach der Gauss-Verteilung streuen. Es kommt hierbei zu einer Überlagerung von sechs Gauss-Kurven. Hier hat Clarius nun eine merkwürdige Tatsache festgestellt. Aus den sechs einzelnen Gauss-Kurven entsteht eine neue Gauss-Kurve, die etwas deformiert ist, die aber eine geringere Streuung aufweist als die einzelnen Ausgangskurven, ein Phänomen, das auch aus der Quantenphysik bekannt ist: Das statistische Ausmitteln vieler Fehler oder Ungenauigkeiten zu einem verblüffend genauen Resultat, da viele Fehler unterschiedliche Vorzeichen haben und sich gegenseitig ausmitteln.
Im Klartext heisst dies, dass die Anfangsbedingungen von Coup zu Coup gar nicht so genau bekannt sein müssen. Es genügt die Kenntnis ihrer Mittelwerte bzw. Schwerpunkte. Diese Mittelwerte pro Croupier müssen aus einem genügend grossen Beobachtungsmaterial gewonnen werden.
Die Beobachtung macht deutlich, dass ein Croupier seine „Eigenwerte“ gar nicht auf Dauer ändern kann. Dies ist physiologisch erklärbar, denn er könnte nur mit ständig bewusster Konzentration gegensteuern. Gewohnheiten verlaufen weitgehend unbewusst und unbewusst ablaufende motorische Funktionen des menschlichen Organismus funktionieren im allgemeinen sehr präzise. Die stärksten Störungen dieser Funktionen rühren von Wettereinflüssen her.
Nun erscheint es auf den ersten Blick sehr kompliziert, alle sechs Anfangsbedingungen mit ihren Mittelwerten aus Beobachtungsreihen heraus zu filtern. Aber das ist auch gar nicht nötig. Es soll ja nur der Zusammenhang zwischen vorher gefallenen Zahlen und den folgenden Zahlen gefunden werden. Man kann sich so sämtliche Zwischenrechnungen sparen. Wichtig ist es nur zu wissen, woran die Kausalverknüpfung der fallenden Zahlen liegt. Denn damit wäre ein System auf einen realen Boden gestellt und würde weder auf Phantasie noch auf Zahlenmystik basieren.
Roulette-Board
05.12.2004, 18:19
Um zu physikalischen Lösungen des Rouletteproblems zu kommen, müssen, wie [...] (im letzten Beitrag) ausgeführt, eine Reihe von Bedingungen erfüllt sein. Diese Bedingungen sind im folgenden detalliert noch einmal aufgelistet: Anfangsstellung der Zahlenscheibe während des Kugeleinwurfs (d.h. welche Zahl läuft gerade an der Stelle vorbei, an der die Kugel eingeworfen wird?). Diese Voraussetzung lässt sich auch ausdrücken durch die Stellung der Scheibe zur Zeit ihres Anwurfs und ihre Drehung bis zum Kugeleinwurf. Dabei kann angenommen werden, dass die Zeit zwischen Scheibenanwurf und Kugeleinwurf pro Croupier stets die gleiche ist. Die Erfahrung zeigt, dass die Annahme in den meisten Fällen erfüllt ist, weil jeder Croupier gewohnheitsmässig unmittelbar nach Anwerfen der Scheibe die Kugel einwirft. Dabei gleiten etwa fünf Zahlenfächer an der Kugeleinwurfstelle vorbei
Anfangsimpulsmoment der Scheibe. Diese Grösse wird meist mit „Drall“ bezeichnet und proportional der Anfangs-Winkelgeschwindigkeit (also Drehzahl der Scheibe). Die Reibung ist wegen der Kugellagerung so gering, dass die Drehzahl pro Zeit während des Spiels nahezu konstant bleibt.
Anfangsort der Kugel, d.h. ihre Stellung am Kesselrand, an der die Kugel eingeworfen wird. Sie ist für Rechts- und Linkslauf der Kugel verschieden und auch von Croupier zu Croupier nicht immer ganz gleich. Derselbe Croupier wirft aber die Kugel sowohl bei jedem Rechtslauf als auch bei jedem Linkslauf die Kugel an der gleichen Stelle ein.
Die Anfangszeit des Kugeleinwurfs, gemessen vom Anwurf der Scheibe ab, wurde bereits unter 1) angeführt. Diese ist, wie gesagt, für einen Croupier sehr genau immer die gleiche.
Anfangsimpuls der Kugel. Diese Grösse ist wieder proportional zu ihrer Anfangsgeschwindigkeit.
Kugel-Eigendrall (Kreiselbewegung der Kugel um eine Achse durch ihren Schwerpunkt).
Auf die Kugel wirkt eine ganze Reihe von Kräften, wobei die unter 6) bis 8) aufgeführten Kräfte vernachlässigt werden können und nur der Vollständigkeit halber erwähnt worden sind. Erdanziehungskraft
Zentrifugalkraft
Zwangskraft des Kessels (Auflagedruck)
Kreiselkräfte
Bodenreibungskraft
Luftwiderstand
Corioliskraft (Einfluss der Erdrotation)
Elektrostatische Kräfte (Aufladen der Kugel durch Reibungselektrizität)
Der Kugelweg (Anzahl der Umläufe) ist von folgenden Faktoren abhängig: Kugel-Schwerpunkt-Energie (Rotationsenergie um den Kesselmittelpunkt)
Kugel-Eigenrotations-Energie (Drall um die Kugelachse)
Kugel-Eigenrotations-Energie (Drall um die Kugelachse)
Reibungsenergie (Bodenreibung)
Je grösser die Kugel-Schwerpunkt-Energie, desto länger rollt die Kugel. Je grösser Kugel-Eigenrotations-Energie, Kugel-Deformations-Energie und Reibungsenergie, desto langsamer rollt die Kugel bei gegebener Gesamtenergie. Trotz dieser Faktoren, die den Kugellauf beeinflussen können, behält jeder Croupier gewöhnlich seine eigene Einwurftechnik bei; allerdings können von Coup zu Coup erhebliche Abweichungen vorkommen. Man denke nur an einen Croupier, der einen Berg Jetons sortieren muss. Um mehr Zeit zu haben, wirft er nicht selten die Kugel überaus kraftvoll ab, dass sie länger kreist als bei seinem „normalen“ Abwurf.
Es kann zu den folgenden Abweichungen kommen, wobei hier angenommen wird, dass sich die Scheibe im Uhrzeigersinn dreht (für die gegenteilige Richtung gilt umgekert Gleiches). Wird die Scheibe schneller angeworfen als es durchschnittlich der Fall ist, so fällt eine Zahl, die weiter LINKS liegt (von der Kesselmitte aus betrachtet).
Wird die Zeit zwischen Anwerfen der Scheibe und Kugeleinwurf kürzer, so fällt eine Zahl, die weiter RECHTS liegt.
Wird die Kugel schneller abgestossen, so fällt eine Zahl weiter LINKS.
Wird die Kugel kräftiger eingeworfen, so dass sie rattert, so verliert sie durch Deformation Energie, rollt also weniger weit und fällt in ein Fach weiter RECHTS,
Hastigere und eiligere Bewegungen des Croupiers haben daher also sowohl ein weiter rechts-Fallen als auch ein weiter links-Fallen zur Folge.
Die Erdanziehungskraft und die Zwangskraft des Kessels (Auflagedruck) sind Konstanten der Bewegung, während die Zentrifugalkraft und die Kreiselkräfte vom Einwurf abhängen. Die Reibung ändert sich nur wenig.
Roulette-Board
05.12.2004, 18:20
Im letzten [...] (Beitrag) hatten wir die Einflüsse und Kräfte, die auf die Roulettekugel einwirken, dargestellt. Unmittelbar nach dem Einwurf der Kugel ist die Zentrifugalkraft wesentlich grösser als die Erdanziehungskraft, so dass die Kugel stärker gegen den Aussenrand des Kessels gepresst wird als sie gegen die Unterlage drückt. Daher rollt die Kugel am Rand ab, d.h. ihre Kreiselachse steht senkrecht.
Durch Reibung verlangsamt sich der Lauf und der Einfluss der Erdanziehung beginnt zu überwiegen. Löst sich die Kugel schliesslich vom Rand, so hat sie immer die gleiche Geschwindigkeit bei jedem Coup, und die Kreiselachse neigt sich nach aussen, wobei sie sich parallel zum Kesselboden stellen möchte. Doch bekanntlich weicht ein Kreisel jedem Drehmoment auf seine Achse aus. Die Kreiselachse kippt daher nach „hinten“, d.h. gegen die Laufrichtung, wodurch sich die Kugel wieder dem Kesselrand zuwälzt. Ausserdem wird diese Bewegung durch einen zweiten Effekt unterstützt. Beginnt die Kugel bergab zu rollen, so wird sie radial beschleunigt. Durch diese Beschleunigung rollt die Kugel schneller und erhält einen Schwung, der sie wieder hinauf bewegt. Die Kugel beschreibt in dieser Phase eine Ellipse, sie rollt abwechselnd bergauf und bergab, was man bei jedem Roulette sehen kann, sofern man darauf achtet.
Nachdem die Kugel nochmals nahe an den Aussenrand des Kessels gekommen ist, löst sie sich endgültig von ihm ab und rollt unter einem steileren Winkel als das erste Mal nach innen. Ihre Kreiselachse steht jetzt nahezu parallel zur Unterlage, d.h. sie rollt am Kesselboden ohne Querdrall ab.
Die kleine Achse der Ellipse steht senkrecht auf der Geraden, die man von der zweiten (endgültigen) Ablösestelle vom Rand zur Mitte des Kessels ziehen kann. Kommt die Kugel in die Nähe der rautenförmigen Widerstände, wird sie bevorzugt an einer von zwei gegenüber liegenden Rauten anstossen, normalerweise an die erste, die der Ellipse am nächsten liegt und nur selten – falls die Kugel die erste verpasst – an die gegenüberliegende zweite Raute.
Es gibt im wesentlichen zwei Arten von Kesseln: Bei der einen Art ragen die mit ihren spitzen Winkeln nach aussen stehenden Rauten weiter heraus als die anderen, da ihre Mittellinien auf einen Kreis zugeordnet sind. Bei der anderen Art sind alle äusseren Winkel (stumpfe und spitze) auf einen gemeinsamen Berührungskreis justiert. Hierbei stösst die Kugel fast nur an die stumpfen Winkel, da diese ihr die grössere Fläche zukehren. Man braucht daher nur mit sechs Rauten von den insgesamt 12 im Kessel verteilten Rauten zu rechnen.
Stösst die Kugel an eine Raute, so kann sie entweder vor oder zurück springen. In den meisten Fällen springt sie vor und zwar in ca. 80% der Coups über vier bis fünf Zahlenfächer hinweg und bleibt dann in einem Fach liegen. Nur selten rollt sie länger über die Zahlenscheibe. Springt die Kugel zurück, so hüpft sie auch hierbei meist über vier bis fünf Zahlenfächer, d.h. einen Viertelkreis (einen rechten Winkel von 90°).
Durch die Ellipsenbahn und die Rautenreflektion trifft die Kugel somit bevorzugt in vier um 90° auseinander liegende Sektoren der Scheibe: Es ergibt sich ein Kreuz von vier Vorzugssektoren für jede Laufrichtung. Jeweils ein Sektor ist wesentlich stärker bevorzugt, nämlich derjenige, der sich ergibt, wenn die Kugel an der ersten Raute anstösst und nach vorn (in die Laufrichtung) springt. Die anderen drei Sektoren (gegenüber und zu beiden Seiten im rechten Winkel) sind weniger häufig betroffen.
Roulette-Board
02.01.2005, 10:59
Auch andere Rouletteforscher wie Karl Alexander haben sich ihre Gedanken über den Einfluss des Wetters beim Roulette gemacht. So beschäftigte sich Alexander mit den Einwirkungen des Wetters auf die Roulettemaschine. Auch Helmut Schubert griff dieses Thema auf und berichtete über die Einwirkung geophysikalischer Kräfte auf den Lauf der Kugel. Wir wollen an dieser Stelle den Einfluss des Wetters auf den werfenden Croupier untersuchen.
Sicher ist manchem Casinobesucher schon aufgefallen, dass an einzelnen Tagen eine andere „Atmosphäre“ im Casino herrscht also normal üblich. Man spürt das unmittelbar bei Betreten der Spielsäle und wenn man der Sache auf den Grund geht, stellt man etwas sehr Charakteristisches fest: die „andere“ Atmosphäre ist akustisch bedingt. Ausnahmslos sämtliche Croupiers werfen an solchen Tagen die Kugel anders ein als an „normalen“ Tagen.
Notiert man solche Tage und vergleicht sie mit den amtlichen Wetterkarten, so wird man feststellen, dass jeder Wetterwechsel anregend auf die werfenden Croupiers wirkt, während bei stabilem Wetter die „Eigenwerte“ der Croupiers weitgehend konstant bleiben. Man weiss heute, dass jeder Mensch wetterabhängig ist, auch wenn er sich selbst nicht für wetterfühlig hält.
Eine genauere Betrachtung führt zu interessanten Zusammenhängen zwischen Wetter und Spielablauf. In Gebieten mit häufigem Föhnwetter ist bei Föhnlagen eine allgemeine Nervosität im Casino zu verspüren und jeder Croupier wirft unregelmässiger als gewöhnlich. Bekanntlich zeichnet sich das Föhnwetter durch das FEHLEN normaler biotroper Reize aus. Das vegetative Nervensystem kompensiert dies durch überschiessende Eigenreaktionen. Bei Gewittern ist das Umgekehrte der Fall: dann sind sehr viele biotrope Reize vorhanden und die Anregungen auf das Nervensystem kommen jetzt nur von aussen.
In beiden Fällen funktionieren Gewinnsysteme schlechter als berechnet. Da man aber täglich gewisse Beobachtungszeiten einschalten soll, erkennt man solche Einflüsse rechtzeitig und setzt entweder nicht oder nur mit kleinsten Einsätzen.
Als Beispiel für diese These hat Clarius einen Vergleichstest mit seiner Methode OPTIMUM über 10 Tage bei normalen Wetter und weniger günstigem Wetter durchgeführt. Er stellte fest, dass seine Ergebnisse bei extremen Wetterlagen wie Föhn, Sturmtief, Gewitter oder Hagel eindeutig schlechter waren als die bei beständigem Wetter erzielten. An den Tagen mit extremer Witterung war sein bestes Ergebnis 0, sein schlechtes -50, während die besten Tage bei beständigem Wetter mit +105, +110 und +140 endeten.
Wenn man bei jedem Croupier unmittelbar nach dem ersten Nettogewinn aufgehört hätte, wären immer noch 75% des maximal möglichen Gewinns erzielt worden.
Der Wettereinfluss kommt durch eine atmosphärische Langwellenstrahlung zustande, die von Mikrogewittern in jeder Wolke ausgehen und früher als atmosphärische Störungen im Langwellenrundfunk bekannt waren (heute wird die Langwelle kaum noch benutzt). Diese elektromagnetischen Impulse irritieren das vegetative Nervensystem. Mit einem Langwellen-Rundfunkgerät kann man diese Impulse als Krachgeräusche hören, wenn man zwischen zwei Sendern die Lautstärke voll aufdreht.
Für den ernsthaften Systemspieler lassen diese klimatischen Tatsachen nur einen Schluss zu: Bei extremen Wetterlagen gar nicht spielen oder nur mit kleinen Einsätzen bzw. den oder die geeigneten Croupiers aussuchen, die relativ unempfindlich gegen derartige klimatische Einflüsse sind. Diese Selektion geeigneter Croupiers muss selbstverständlich auf der Basis einer ausreichend langen Testphase geschehen.
Roulette-Board
12.02.2005, 18:35
Die Physiologie der Hand des Croupiers
Genauso wie ein Fussballspieler den Ball entweder durch einen kräftigen Steilschuss (grosser Impuls, grosse Wurfparabel) in das Tor zielen kann, oder durch einen weniger kräftigen Flachschuss (kleinen Impuls, niedrige Wurfparabel), kann die Roulettekugel beide Mal den gleichen Sektor treffen, obwohl die Einwurftechnik verschieden war. Dies kommt öfter als wahrscheinlich vor, wie die Beobachtung zeigt.
Wir hatten schon erwähnt, dass alle „Bestimmungsstücke“ der Bewegung nach Gaußkurven streuen und deren Überlagerung eine geringere Gesamtstreuung ergibt. Diese Analogie ist dem Rundfunktechniker bekannt: Die Durchlasskurve eines Schwingkreises sieht einer Gaußkurve sehr ähnlich. Während man mit nur einem Kreis meist mehrere Sender gleichzeitig empfängt (entsprechend mehreren Roulettesektoren nebeneinander), empfängt man mit mehreren Kreisen (wie heute üblich) nur noch einen Sender (wird nur noch ein Roulettesektor getroffen).
Die Streuung der einzelnen Bestimmungsstücke beruht auf speziellen physiologischen Tatsachen, und in diesem Zusammenhang zitieren wir Ranke (Physiologie des Zentralnervensystems vom Standpunkt der Bewegungslehre) wie folgt: „Muskelbewegungen werden in der Medizin motorisch genannt. Man unterscheidet zwischen einem Eigenreflex-Regelkreis und einer motorischen Befehlsgebung. Die grobe Kraft der Muskeln muss von höheren Zentren befohlen werden. Mässige Abweichungen der erforderlichen Kraft für gewollte Bewegungen werden durch den Eigenreflex ausgeglichen. Dabei handelt es sich um einen Folgeregler mit beschränktem Regelbereich, der in die Steuerungskette der Bewegungsbefehlsgebung eingeschaltet ist, um kleine Abweichungen (bei der Gaußkurve) der äusseren Kraft von den im Befehl erwarteten Kräften (Masse und Reibung der Kugel und Scheibe) auszuregeln.“
Versucht man beispielsweise einen Golfball in das Loch zu spielen, so wird man einmal zu weit, ein anderes Mal zu kurz zu spielen. Ebenso wird ein Croupier seine Bewegungen nicht kontinuierlich über einen grossen Wertebereich verteilen, sondern nur in beschränkten Regelbereichen nach einer Gaußkurve. Dann wird er ab und zu grössere Abweichungen ausführen, die ihrerseits wieder zu einer anderen Gaußkurve gehören.
Da nun das Roulette einen Zahlenkreis besitzt, haben wir periodische Überdeckungen der Gaußkurven mit der Roulettescheibe vor uns. Wäre der Abstand der Gaußkurven gerade so gross, dass jede grössere Kraft genau einen Kugelumlauf mehr ergäbe (vermindert um den Drehwinkel der gegenlaufenden Scheibe), so würde streng stets der gleiche Vorzugssektor fallen. Dies ist natürlich nicht der Fall. Aber eine der nächsten Gaußkurven wird wieder einen ähnlichen Sektor ergeben.
Auf jeden Fall wird die Trefferanzahl auf den Erfolgssektor durch die motorischen Regelvorgänge erhöht. Mathematisch handelt es sich um eine Überlagerung zweier periodischer Vorgänge, die zu einer so genannten Schwebungsperiode führen. Jedes Maximum der Schwebungskurve bringt uns Treffer. Durch Lernen kann die Handgeschicklichkeit so gesteigert werden, dass es zu einer Verschiebung kommt.
Dann liegt aber ein noch besserer Fall für uns vor, nämlich ein sehr gleichmässig werfender Croupier. Wir haben dann nur noch eine Gausskurve anstatt mehrerer.
Roulette-Board
02.03.2005, 20:15
Die Hand des Croupiers
In den Beiträgen [...] wurde deutlich, dass die so genannten Anfangsbedingungen von der Konstruktion des Kessels und der Hand des Croupiers abhängen und dafür gewisse Voraussagen über immer wiederkehrende Zyklen möglich sind. Das weitere ist dann reine Physik. Ebenso, wie der Zielort eines Satelliten sehr genau voraus berechnet werden kann, können wir das Feld im Mittel vorhersagen, in das die Kugel fallen wird. Nur rechnen wir nicht, sondern beobachten nur. Wir haben den gleichen Fall vor uns wie etwa den, dass immer wieder Satelliten unter ähnlichen Bedingungen abgeschossen werden und diese immer wieder in äquivalenten Orten landen. Nachdem wir das einmal festgestellt haben, können wir damit rechnen, dass sich dies so fortsetzt, bis sich die Anfangsbedingungen ändern, d.h. in unserem Falle, dass ein neuer Croupier die Kugel in den Kessel einwirft.
Der nächste Croupier kann die gleichen Sektoren bevorzugen. Tut er das, so kommen die dazwischen liegenden Sektoren seltener als stochastisch zu erwarten. Bleiben sie auch beim dritten Croupier aus, so hat auch dieser ähnliche Favoritensektoren usw. Doch das ist ziemlich unwahrscheinlich. Daraus folgt der Satz, dass auf lange Sicht Spannungsspiele auf zurück gebliebene Zahlen sehr erfolgreich sein können. Man nimmt in diesem Fall an, dass eine sehr lange nicht gefallene Zahl oder Chance schliesslich einmal Favorit eines der nächsten Croupiers sein wird.
Besser ist es aber, stets die Favoriten zu setzen. Denn dann erfasst man nur wenige Zahlen, die wirklich überwahrscheinlich zu erwarten sind und „verwässert“ nicht das System.
So führt Clarius ein Beispiel für einen Croupier an, dessen Würfe nach Links- und Rechtswurf unterteilt sind. Dabei werden die Abstände zwischen dem benutzten Hebel des Drehkreuzes (zum Anwerfen der Scheibe) bis zur gefallenen Zahl registriert (es wird grundsätzlich gegen den Uhrzeigersinn gezählt).
Beim Linkswurf dieses Croupiers fiel die Kugel bevorzugt in die Nähe derjenigen Zahl, die an der Seite des benutzten Hebels lag. Ausser einigen Streuwürfen kamen ausserdem die Abstände gegenüber (Abstände 16 – 19) und im rechten Winkel dazu (Abstände 8 – 10 bzw. 26 und 27) häufiger.
Beim Rechtswurf der Kugel war der Hauptabstand (die Wurfweite) 25 und zwei rechts, zwei links, aber das Bild war nicht so günstig wie beim Linkswurf. Der zweite Favorit lag nicht genau gegenüber, während die 90 Grad-Sektoren dazu wiederum relativ gut stimmten.
Aus seinen Erkenntnisssen hat Clarius seine Methode OPTIMUM gebastelt (vor ca. 40 Jahren), die er nach seinen Erkenntnissen und Erforschungen der physikalischen Rahmenbedingungen beim Roulette ausgerichtet hat. Seine Annonce bestand auf fünf Zahlen, die er nach seinem umfangreichen Regelwerk setzte. [...]
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