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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der kleine Systembastler


Shotgun
19.11.2004, 12:19
Wir basteln uns ein Roulettesystem

Die folgenden Beiträge sind gedacht für User, die sich noch nicht so ausgiebig mit dem Thema Roulette beschäftigt haben und – um das zu ändern – mit dem Gedanken spielen, für Geld ein System zu erwerben oder eben selbst eines zu erfinden.
Deshalb soll hier auch kein fertiges System entstehen sondern eine Hilfestellung, Tipps und vielleicht auch ein Tritt ans Schienbein, was man alles untersuchen und beachten kann/muß, um (vielleicht) einen kleinen Vorteil gegenüber dem Zufall zu erreichen.
Es sei auch gleich darauf hingewiesen, daß es nicht das non plus ultra im Bereich Systementwicklung sein wird/kann, da es natürlich unendlich viele Möglichkeiten gibt, sich dem Thema zu nähern. Es soll eigentlich nur gezeigt werden, daß man etwas mehr tun kann als nach 3 mal Rot auf Schwarz zu setzen oder das Tableau bis auf eine Zahl abzudecken in der Hoffnung, daß genau diese möglichst lange nicht erscheint.
Vielleicht steuern im Laufe der Zeit ja auch noch einige der Cracks etwas bei, wie RCEC im Bereich Mathematik oder Marc86 etwas aus der Historie bzw. zu einem möglichen Marsch.

Soweit alles klar?

Im nächsten Beitrag geht’s dann auch schon los. :lach:

Shotgun

Shotgun
19.11.2004, 12:20
Spiel auf welche Chance?

Schwere Frage. Viele schwören auf EC, da in den meisten europäischen und auch etlichen Online-Casinos auf EC bei erscheinen der Zero der Einsatz nur zur Hälfte verloren geht, woraus sich eine sogenannte langfristige Zerosteuer von 1,35% ergeben.
Errechnen können wir uns dieses indem wir in den Taschenrechner eingeben:

1*1
-----------*100%=1,35%
2*37

Dabei stehen die ½ für den halben Satz, den wir verlieren, wenn auf 37 Coups langfristig durchschnittlich 1 mal die Zero erscheint.

Aber so einfach wollen wir es uns mal nicht machen, sondern auf eine der höheren Chancen forschen. Die Transversalen Plein, also 3 Zahlen in einer Reihe auf dem Tableau, sind eine gute Möglichkeit, da sie allein dadurch, daß es sie gleich 12 mal gibt, einige Variationen erlauben, aber immer noch recht übersichtlich zu buchen sind.
(Also einigen wir uns auf die TVP, ok? Falls nicht, mir egal, mach ich trotzdem! Ich einige mich nämlich meistens ziemlich problemlos mit mir selbst.)

So, wer hat eine Idee, nach welchen Kriterien wir auf eine (oder mehrere?) der TVP setzen, oder, wie man auch sagt, welchen Marsch wir nehmen wollen?

Ich habe mich bereits für einen entschieden, aber den verrate ich erst im nächsten Beitrag.

Shotgun

Shotgun
19.11.2004, 12:49
Der Marsch ist für’n Arsch?

Tja, gute Frage. Eine allgemeingültige Antwort gibt es darauf wohl kaum, jedenfalls kenne ich noch immer keinen Marsch, der tatsächlich eine Überlegenheit generiert. Und da das so ist, werden wir das beliebte Spielchen „Zufall gegen Zufall“ als Marsch verwenden.
Wer einen anderen bevorzugt, bitte schön.
Mylord hat uns vor kurzen noch mit seinen Reiskornspiel demonstriert, wie ein solches Spiel aussehen kann. Wir werden den Zufall in mehreren Schritten für uns arbeiten lassen.
Auf diese Weise kann man übrigens auch gut testen, ob eine Idee besser ist als der blanke Zufall, denn dann muß ja etwas Besseres herauskommen als wenn ich die Würfel oder einen Zufallsgenerator meine Satzwahl bestimmen lasse.

So, zum Ernst der Lage. Wenn wir uns eine Permanenz nach den TVP aufgeschlüsselt aufschreiben, sehen wir schnell, daß einige häufiger zu kommen scheinen, andere seltener. Aber vertrackt, sobald wir das erkannt haben und darauf spielen wollen, wechseln die glatt die Fronten und kommen kaum noch, dafür erscheinen andere jetzt häufiger. Untersuchen wir es noch genauer, finden wir in ca. 50% der Rotationen (12 Coups=1 Rotation, da in 12 Coups jede der TVP die Chance hat, 1x zu erscheinen, wenn wir die Zero unberücksichtigt lassen) auch das 2/3-Gesetz bestätigt, d.h. es erscheinen mit 8 verschiedenen TVP 2 von 3 Möglichkeiten. Daraus ergibt sich natürlich auch, daß einige TVP häufiger erscheinen müssen. Und stellt uns vor die Wahl: Wollen wir darauf spielen, daß bereits erschienene TVP sich wiederholen oder noch nicht erschienene nun dran sind? Ausbleiber oder Wiederholer? Favorit oder Restant....
Keine grauen Haare wachsen lassen, wir werfen einen Würfel: Gerade Zahl: Favorit, ungerade Zahl: Restant. Eine Entscheidung, die genau so gute (oder schlechte) Ergebnisse bringt wie jede andere. Zumal wir hier noch etwas Feinarbeit leisten werden.
Vorschläge?
Damit ihr da in Ruhe drüber nachdenken könnt, also erstmal Pause.

Shotgun

Shotgun
19.11.2004, 20:05
Favoritenauswahl

Variante 1
Voll auf den Zufall

Angenommen, der Würfel hat entschieden das wir die Favoriten spielen wollen. Aber welche? Nicht weinen, ich bin ja bei euch.
Um dem Zufall noch einen zusätzlichen Spielraum zu geben, lassen wir den Zufallsgenerator unter Excel eine Zahl zwischen 12 und 24 auswählen, was einem Vorlauf von mindestens einer und höchstens zwei Rotationen entspricht. Angenommen, es erscheint die 17, wir warten also 17 Coups ab, ehe wir einen Satz tätigen können. Nach den 17 Coups haben wir vielleicht eine TVP mit 4 Treffern und andere mit weniger, möglicherweise aber auch 3 oder gar 4 TVP, die es gleich häufig erwischt hat. Watt dann? Na spielen, was sonst.
Ich empfehle da folgende Satzweise (aber jeder wie er möchte):
Bei einer TVP wird diese 12x bespielt, bei zwei TVP werden diese 6x bespielt, drei TVP 4x, vier TVP 3x. Breiter greife ich nicht an, den Grund liefere ich noch nach, also etwas Geduld.
Wenn wir uns diese 4 Möglichkeiten genauer betrachten, so ergibt sich, daß jede Variante dem Angriff auf eine 1/3-Chance über 3 Coups hinweg entspricht, nämlich immer über 36 Zahlen/Angriff. Beweis? 1 TVP (3 Zahlen) x 12=36, 2 TVP (6 Zahlen) x 6=36, 3 TVP (9 Zahlen) x 4=36, 4 TVP (12 Zahlen) x 3=36. Sollte eigentlich jedem einleuchten.
So, damit haben wir eine Variante, wie wir unseren Satz finden. Übrigens noch mal: Diese Methode ist genau so gut oder schlecht wie die nächste oder irgend eine andere, jedenfalls konnte mir noch niemand schlüssig das Gegenteil beweisen.

Variante 2
Deadline

Wer nicht so auf den Zufall bauen mag, der kann also auch jede andere Methode zur Satzwahl heranziehen. Eine Möglichkeit wäre, nach z.B. immer 18 Coups eine Satzentscheidung zu treffen. Für die weiteren Betrachtungen in diesem Thread reicht es, wenn wir uns auf die obigen Satzvariationen einigen. Ich bin da mit mir auch schon einig geworden..

Die Ausbleiber bleiben aus bis zum nächsten Beitrag.

Shotgun

Shotgun
20.11.2004, 11:39
Die Ausbleiber

Nachdem wir uns also entschieden haben, nach welchen Kriterien wir die zu bespielenden Favoriten wählen, stehen nun die Restanten an. Prinzipiell gehen wir da genau so vor wie bei den Favo’s. Wir notieren also den vom Zufall bestimmten Vorlauf und wählen dann die Ausbleiber aus. Ist eine TVP noch nicht erschienen, dann ist alles klar, sie wird angegriffen, und zwar genau wie eine Favo-TVP 12 mal. Schwieriger wird’s, wenn alle TVP Treffer haben, was häufig bei längeren Vorläufen geschieht. Dann sind wieder zwischen 1 und 4 TVP möglich, haben mehrere TVP gleich wenige Treffer, z.B. 5 x 1 Treffer, dann verzichte ich auf einen Angriff.
Aber auch hier kann natürlich jeder tun was er will, es ist sowieso egal und führt uns immer zu einem gleich schlechten Ergebnis. Das Warum folgt später!


Wir könn’ auch anders!

Nämlich uns die ganze Satzauswahl nach Favoriten, Restanten oder doppelt gedrehten hoppsenden Gnurpselzahlen schenken und den Zufall gleich und einfach folgende Entscheidung treffen lassen: Wie viele TVP und welche?
Würfel schleudern: 1=eine TVP, 5=kein Satz, 6 ebenfalls, weil will ich einfach nicht, ist mir zu nervig, aber 1 bis 4 TVP siehe oben, da schlagen wir zu. Jetzt lassen wir noch den Zufallsgenerator oder die Reiskörner oder unseren Goldfisch die TVP bestimmen, die es erwischen soll, und los geht’s.

Warum diese Methode genau die gleichen Ergebnisse bringt wie ein noch so ausgeklügelter Marsch, nämlich ein mieses, daß folgt demnächst in diesem Theater äh... Forum.

Shotgun

Shotgun
20.11.2004, 16:08
Voll im Plus, Problem gelöst!

Tja, das glaubten schon viele, zumindest eine Zeit lang. Womit wir zu einem Phänomen kommen , welches alle Systembastler schon beobachtet haben dürften, nämlich den Anfangsgewinn vor dem Absturz, besonders heftig (und teuer) bei Systemen mit Verlustprogression.
Um das „Warum“ zu ergründen, zumindest ansatzweise, schauen wir auf unsere Satzweise mit den TVP. Wobei es egal ist, wie sie ausgewählt werden. Besonders gut können wir es an dem Spiel mit Satz auf 4 TVP gleichzeitig sehen (und am einfachsten). Wie wohl jeder einsieht, entspricht es einem Spiel auf eine 1/3-Chance, und damit gelten natürlich auch die Wahrscheinlichkeiten dieser Chance.
Wir haben gesagt, wir spielen diese 4 TVP 3x hintereinander. Wenn wir nun annehmen, der Zufall würde immer in 36 Coups (Zero vergessen wir erstmal) auch 36 verschiedene Zahlen erzeugen, dann kann es sich jeder auf einem Stück Papier aufmalen, was herauskommt. Das Fatale: Genau dies geschieht bei unendlich vielen Coups (braucht gar nicht so viele, klingt aber so schön wissenschaftlich). Alle Zahlen erscheinen gleich häufig, sogar die Zero (nur bei einigen besonders schlauen erscheint die 36 häufiger, aber dieses traurige Kapitel sparen wir erstmal aus).
Wer sich das nun aufgemalt und durchprobiert hat, der entdeckt, daß er auf 1 x verlieren, was ihn 12 Stücke kosten würde, 1 mal im 3. Satz gewinnt, was ein +/- Null-Ergebnis bringt, 1x im 2. Satz gewinnt was + 4 Stücke bedeutet und einmal - Hurra!!! - gleich im ersten und damit +8 Stücke einsackt. Innerhalb einer 1/3-Rotation (3 Coups) mit Satz auf eine der 1/3-Chancen kommt also (Zero unberücksichtigt) auf 2 Treffer ein Verlust. In Stücken aber ist es immer ein Nullsummenspiel, auf +1 und +2 kommen –3. Dumm gelaufen? Nein, Roulette...
Und hierin liegt auch einer der Gründe, warum es Anfangs mit neuen Systemen erstmal richtig Super zu laufen scheint. Es kommen eben 2 Treffer auf einen Verlust und somit ergeben sich natürlich auch leichter Plus- als Minusserien. Aber wenn die Minusergebnisse sich auch nur kurz häufen und gegenüber den Plusserien aufholen ist der schöne vormalige Gewinn sehr schnell aufgezehrt.
Ein anderer Grund dürfte sein, daß wir Systeme, die gleich zu Anfang nicht laufen, eher gleich wieder verwerfen und nicht weiter verfolgen und deshalb auch schnell wieder aus dem Gedächnis streichen. Es prägen sich eben scheinbare Gewinnsysteme, die uns über Tage oder gar Wochen in Euphorie versetzen, viel besser ein. Bis zu dem Tag, an dem dann in wenigen Partien alles wieder wech is...
Wer immer auch systematisch spielen will, egal ob mit einem eigenen oder sonstigen System bzw. sich eines ergrübeln möchte, sollte diese Tatsachen kennen.
Uns es folgen noch einige.

So, das sollte erstmal verdaut und vielleicht auch mal logisch durchgespielt werden und vielleicht fallen ja nun schon dem einen oder anderen die Schuppen von den Augen.

Schuppen...ich glaube, ich hole mir mal ein Bierchen aus dem Schuppen :wild:

Shotgun

Shotgun
21.11.2004, 12:27
Die Zero = Verlustgarant?

Ja, die Zero ist langfristig tatsächlich so etwas wie ein Verlustgarant. Also werden wir sie bei unserer Systembastelei leider auch nicht ignorieren können.
Vorher aber nochmal einen kleinen Überblick, wie unser „System“ nun aussieht.
Wir spielen also auf 1 bis 4 TVP, je nach Geschmack und Permanenz auch noch unterteilt in 4 Möglichkeiten für ein Spiel auf die Favoriten oder 4 auf die Restanten. Wobei jeder Angriff auch dem Spiel auf eine 1/3-Chance entspricht und für den wir jeweils 12 Stücke riskieren. Bei ausgeglichenem Spielverlauf, haben wir festgestellt, werden wir bei +/- Null enden. Alle soweit mit mir einig? Das ist schön...
Aber wir hatten bei unseren Betrachtungen ja auch die Zero ausgeklammert, und nun holen wir sie mit ins Boot. Und das bekommt prompt sofort leichte Schlagseite, so ziemlich genau um 2,7%.
Bei einem Spiel auf Einfache Chancen fällt einem die Wirkung der Zero am deutlichsten auf, da mit ihr immer ein sofortiger und eben nicht durch die Gegenchance verursachten Verlust verbunden ist. Bei höheren Chancen wie auch in unserem System auf die TVP ist das etwas anders, ihre Auswirkungen werden nicht so unmittelbar erkenntlich. Erscheint sie im Vorlauf, so ist sie eigentlich nur eine Zahl wie jede andere, spielen wir auf eine einzelne TVP und die 0 kommt im ersten gesetzeten Coup, aber im 2. oder 3. kommt der Gewinn, dann nehmen wir sie kaum zur Kenntnis, denn genau so gut hätte ja auch eine andere nicht gesetzte Zahl erscheinen können. Und so ist es auch in der Tat, hier ist nicht die Zero direkt der Verlustbringer, sondern die Tatsache, daß wir immer gegen eine Feindzahl mehr spielen als wir an Freundzahlen haben. Versuchen wir das durch eine Pflastertechnik, also mehr als 18 belegte Zahlen zu kompensieren, wird durch die Auszahlung der alte Abstand wieder hergestellt. Aber darauf kommen wir (viel) später nochmal intensiv zurück.
Nun schauen wir uns zuerst die Auswirkung an, die diese eine Zahl mehr gegen uns hat.

1/37*100%=2,7%

Kommt den meisten wahrscheinlich bekannt vor. Wem nicht, der sollte sich vertraut machen mit diesem Wert. Er dokumentiert, was man auf Dauer verlieren wird. Und zwar von ALLEM, was im Laufe seines Spiels auf Chancen höher als die EC setzt wird. Nicht unbedingt sofort, vielleicht auch noch nicht morgen, aber auf Dauer kann dem niemand entgehen.
Die 2,7% stellen hier jedoch erst nur die Wahrscheinlichkeit für das Erscheinen einer der 37 möglich Zahlen dar. Nun werden einige Blitzmerker sagen: He, wir spielen eine TVP, 3 Zahlen, und die auch noch 12x hintereinander. Tja, stimmt. Und?

3*12*2,7-37*2,7=-2,7

Da sind sie wieder, kannst nix machen.
Aber wir können ja noch progressieren. Damit werden wir schon lächerliche –2,7% überwinden.
Oder etwa nicht?

Shotgun

Shotgun
23.11.2004, 13:17
Die Progression bringt den Gewinn!

Es hat einige Versuche gebraucht, diesen Beitrag verständlich zu gestalten, deshalb ist er auch erst heute fertig geworden. Bei Fragen bitte melden.

Die Progression bringt’s leider nicht, Leute. Warum das so ist werden wir uns mal ansehen. Wer es auch verstehen will und sich darüber noch nie wirklich Gedanken gemacht hat, der wird um einige Versuche und etwas Grübeln vielleicht nicht herumkommen, dafür aber zukünftig genau wissen, was er von einer Progri für „sein“ System erwarten kann: Das es durch höhere Umsätze auch mehr „Spaßsteuer“ kostet. Wohlgemerkt, gemeint ist hier immer eine Verlustprogression.
Nehmen wir mal die Martingale (Verdoppelung) bei einem Spiel auf EC. Wer die Problematik bezüglich Progris wirklich verstehen möchte, dem sei hier schon mal empfohlen, das folgende Beispiel ganz für sich auf die höheren Chancen bis zum Pleinspiel durchzuspielen. Aber bitte Taschentücher bereithalten, es können einem schon mal die Tränen dabei kommen.
Genug der Gefühlsduselei, die Martingale, bitteschön:
1
2
4
8
16
32
64
128
256
512
Hier ist in vielen Casinos schon Schluß, eine weitere Verdoppelung würde das Tischlimit übersteigen. Ist aber auch egal, selbst bei 20 möglichen Stufen käme am Ende immer ein Minusergebnis heraus.
Wenn wir eine längere bis (gedacht) unendliche Permanenz betrachten, dann ist es ganz klar, daß wir die erste Stufe der Martingale am häufigsten Setzen, die 2. Stufe am zweithäufigsten u.s.w. Kann ja jeder schnell mal nachprüfen. Bei korrekter Überprüfung, egal mit welchem Marsch, kommt folgendes heraus: Die 1. Stufe wird doppelt so oft gesetzt wie die 2., diese wieder doppelt so oft wie die 3., welche wiederum doppelt so oft nötig ist wie die 4. Und so geht das weiter bis zum bitteren Ende.
Rechnen wir mal kurz bis hier:
Bei den EC kommen auf:
1 Vierer-Serie
2 Dreier-Serien
4 Zweier-Serien
8 Einer-Serien
Also gewinnen wir mit
8 Einerserien +8 (Satz: 1 Stück)
4 Zweier-Serien +4 (Satz: –1 Stück, +2Stück)
2 Dreier-Serien +2 (Satz: –1 Stück, -2 Stück, +4 Stück)
1 Vierer-Serie +1 (Satz: -1 Stück, -2 Stück, -4 Stück, +8 Stück)
Bis hierher haben wir dank der Progression also +15 Stücke gewonnen. Angenommen wir können (oder wollen) nicht weiter progressieren, kommt nun auf diese Gewinne langfristig ein Verlust: -1, -2, -4, -8 = -15.
Also +15 gegen –15 ergibt mal wieder ein Nullsummenspiel. Und zwar unabhängig davon, bis zu welcher Stufe wir Progressieren und auch unabhängig davon, welche Progression wir anwenden. Wir können uns das Problem aber auch noch anders darstellen: In einer unendlichen (kürzer tut’s auch) Permanenz ergibt sich ein Gleichsatzspiel der Stufe 1 mit doppelt so vielen Sätzen gegenüber einem Gleichsatzspiel der Stufe 2. Und munter so weiter. Was fällt dem aufmerksamen Zocker auf? Richtig, es war ja noch gar nicht von der Zero die Rede. Wird nun hiermit schnell nachgeholt: Die Zero fordert (und erhält) von jedem Gleichsatzspiel ihre Prozente.
Nicht ganz einfach zu verstehen, ich weiß. Also erstmal sacken lassen.
Nun kommt das ganz fiese: Im Gleichsatz zahlen wir auf die Zero 1,35% vom Umsatz, also von Hundert Stücken sind langfristig IMMER 1,35 Stücke WEG, nicht etwas 98,65 gewonnen, wie einige ganz bedauerswerte (Pisa kommt zu spät, sag ich immer!!!) meinen und auch noch für 2.000,- verkaufen. Aber die User dieses Forums werden da zukünftig ja nur noch vor Lachen brüllen, wenn sie sowas lesen oder hören. Bei der Martingale sind das (logisch) in der 1. Stufe 1,35% von Stückwert 1, in Stufe 2 von Stückwert 2, dann von Stückwert 4....Wird richtig teuer. Bei höheren Chancen (wie vielleicht der eine oder andere bei seinen Versuchen nun feststellen wird) sind es 2,7%. Übrigens, flachere Progries ändern daran leider gar nichts. Es dauert nur etwas länger, bis sich die Verluste richtig bemerkbar machen...

Pausääääääääää....................

Shotgun