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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jedes Ungleichgewicht auch ausnutzbar?


David Cooper
05.06.2006, 20:19
Hallo allerseits,

noch eine Sache, die marina (und auch mich) noch beschäftigt hat. :pokey:

Wäre jedes entdeckte Ungleichgewicht der Normalverteilung denn auch praktisch wirklich ausnutzbar?

Gibt es da dennoch besondere Hindernisse, die auch noch überwunden werden müssen? :think:

Oder ist etwa jedes Ungleichgewicht eine Goldgrube? :think:



Gruss

David Cooper
(again nebst marina)
:)

joefaser
05.06.2006, 20:26
Hallo David & Marina!

Ich glaub nicht das es praktisch ausnutzbar ist, da man ja bei Spielbeginn keine Ahnung hat in welche Richtung sich das Ungleichgewicht bewegen wird.

Und wenn man eine Tendenz in eine bestimmte Richtung abwartet und dann beginnt mit dem Spiel dann könnte es genau in diesem Augenblick schon wieder vorbei sein mit der Entwicklung in die angenommene Richtung.

Fazit: Mir fällt nix brauchbares ein wie ich ein Ungleichgewicht ausnutzen könnte.

grüße

Joe

DanDocPeppy
05.06.2006, 22:57
Hi!

Ich entscheide mich ganz eindeutig für: "Ich hab keinen blassen Schimmer"

LG
DDP

Robin H.
05.06.2006, 23:14
@all
ist es nicht das , wonach wir schon jahrelang suchen?
lLoooooogoooo
Robin H :hear:

webpirat
05.06.2006, 23:42
Das ist die erste Poll, die mathematisch klar zu beantworten ist:

Selbstverständlich!

Jede kleine Abweichung von den mathematisch berechenbaren Werten – wenn sie signifikant ist und nicht zufällig (zu wenige Tests) – ist eine Lizenz zum Gelddrucken!

Wenn Zufallsereignisse so eintreten, dass sie die "Gesetze" erfüllen (und das tun sie leider immer), dann können wir – mathematisch – kein einziges Stück gewinnen. Selbst wenn es die Zero nicht gäbe.

Sobald das nicht mehr der Fall ist können wir erfolgreich angreifen. Und wenn das Ungleichgewicht groß genug ist, dann kann es unseren Zeronachteil überwinden.

Beispiel Seriengesetz:
Es gibt 25% Zweierserien und 25% Serien länger als zwei (Zero unberücksichtigt).

Hätten wir einen Marsch, der signifikant 25,5% Serien länger als zwei produziert: Bingo! :party:

Wir setzen in diesem Fall natürlich auf Fortsetzung der Serie nach Zweier.
Wenn wir das 100 mal machen, dann gewinnen wir 51 mal und verlieren 49 mal.
Saldo +2.
Die Zero erscheint in diesen 100 Coups mathematisch 100/37 mal, also 2,7 mal und kostet uns wegen der Zeroteilung auf EC 1,35 Stücke.
Saldo +0,65

Wir werden im Durchschnitt also 0,65 Stücke in 100 Coups gewinnen.
Wenn das Stück 500 Euro groß ist ...
Einen Sack voll dieser Jetons sollte man aber schon haben, um die Ecarts zu überbrücken.

Und genauso läuft das bei jedem anderen aufs Roulette übertragbare Gesetz, wie der Binomialverteilung, aus der sich die Sigma-3-Abweichung ergibt und damit die Erwartungswerte für Ecarts. Es gibt immer eine Möglichkeit, so etwas auszunutzen. Hier wäre eine Progression die richtige Waffe: sind die Ecarts höher, dann Gewinnprogi, sind sie kleiner, dann Verlustprogi. Und sofort haben wir eine mathematisch positive Gewinnerwartung.

Deshalb wäre ein signifikant schwankungsarmer Marsch, wie er hier im Forum immer wieder ausgerufen wird, die Lizenz ...

Aber das sagte ich bereits.


:pirat: webpirat

webpirat
06.06.2006, 08:48
Anderes Beispiel:

Stellt euch vor, einem ungeschickten Anlern-Croupier fällt beim Einsetzen der Rotationsscheibe in den Kessel diese auf den Boden. Da gerade keiner dabei ist hebt er die Scheibe schnell auf und steckt sie auf die Achse.

Durch das Herunterfallen hat der Rotationsscheibe aber einen kleinen Schlag bekommen. Im Zehntelmillimeterbereich, unmöglich mit bloßem Auge zu erkennen.

Doch bei den 350 an diesem Tag gedrehten Coups bewirkt diese winzige Unregelmäßigkeit zum Beispiel, dass die Kugel deutlich öfter in den Zahlenfächern der "Kleinen Serie" ("Serie 5/8") landet.

Der Zufall wird durch einen Kesselfehler daran gehindert, die Erwartungswerte bei der Verteilung der gefallenen Zahlen zu erfüllen.

Ein Tag mit einem solchen Ergebnis ist noch nicht signifikant. Doch wenn auch am nächsten Tag die Zahlen der "Kleinen Serie" gehäuft erscheinen, dann wittert ein aufmerksamer Beobachter seine Chance.

Er muss jetzt nichts anderes tun, als ständig auf die "Kleine Serie" zu setzen. Die Gewinne kommen automatisch! Bis die Spielbank die Rotationsscheibe austauscht.

Deshalb erstellen die Casinos von jedem Tisch und für jeden Tag eine "Kesselgrafik", auf der deutlich zu erkennen ist, ob es signifikante Abweichungen von der normalen Häufigkeitsverteilung gibt. Manche Spielbanken veröffentlichen diese Kesselgrafiken zusammmen mit den gedruckten Permanenzen.

Sobald auffällige Ungleichgewichte erkennbar werden wird sofort gehandelt.
Zuerst wird die Rotationsscheibe vermessen, dann schaut man den Croupiers auf die Finger.


:pirat: webpirat

joefaser
06.06.2006, 16:44
Hallo Webpirat!

Das ganze Thema hier und natürlich auch die Antwort auf die Eingangs erwähnte Frage hängt natürlich von der interpretation vom folgenden Satz ab.

Wäre jedes entdeckte Ungleichgewicht der Normalverteilung denn auch praktisch wirklich ausnutzbar?

Ich habe mit Nein gestimmt da ich der Meinung war das die Normalverteilung die auch tatsächliche Verteilung über z.B. 1.000.000 Coups darstellt. Und das Ungleichgewicht nur auf "kurzen" Spielstrecken zu finden ist.

So wie du (und und mittlerweile vielleicht auch ich) das siehst, stellst du ja die Normalverteilung in Frage oder? :think:

grüße

Joe

matthias s.
07.06.2006, 00:26
Originally posted by webpirat@06.06.2006 - 00:42
Beispiel Seriengesetz:
Es gibt 25% Zweierserien und 25% Serien länger als zwei (Zero unberücksichtigt).

Hätten wir einen Marsch, der signifikant 25,5% Serien länger als zwei produziert: Bingo! :party:

Hallo Webpirat!

Im Grunde haben wir das Roulette schon geknackt, editier das mal oben, daß Verhältnis ist 50%50.


@All!

Ich habe für Nein gestimmt. Als erstes mal wegen der Formulierung "jedes Ungleichgewicht". Denn es ist im Normalfall unklar ob die "Normalverteilung" die es ja garnicht gibt jetzt aufhört oder beginnt. Die Konsequenz aus meiner Behauptung wäre erst ein mal zig1000 Coups zu notieren um hier mehr Sicherheit zu erlangen.

Aber wenn ich DDP´s Dokumentationen lese, dann zweifle ich auch diese Brücke.


Grüße
Matthias s.

webpirat
07.06.2006, 01:02
Originally posted by matthias s.@07.06.2006 - 01:26
... editier das mal oben, daß Verhältnis ist 50%50.

Nö. So wie ich es formuliert habe ist es richtig.
50% Einer (solitär)
25% Zweierserien (solitär)
12,5% Dreierserien (solitär)
6,75% Viererserien (solitär)
usw.

Was du meinst ist, dass wenn die Zweierserie da ist die Chancen für Abbruch oder Fortsetzung - normalerweise - 50:50 stehen.
Und in meinem Beispiel stünde sie 49:51.

... Ich habe für Nein gestimmt. Als erstes mal wegen der Formulierung "jedes Ungleichgewicht". Denn es ist im Normalfall unklar ob die "Normalverteilung" die es ja garnicht gibt jetzt aufhört oder beginnt. Die Konsequenz aus meiner Behauptung wäre erst ein mal zig1000 Coups zu notieren um hier mehr Sicherheit zu erlangen.

Du reduzierst den von David Cooper benutzten Begriff "Ungleichgewicht" auf die Normalverteilung. Also dass nach 370.000 Coups jede Zahl ziemlich genau 10.000 mal erschienen ist. Dafür können wir uns nichts kaufen.

Ich spreche lieber von "Asymmetrien". Und die treten bei allen Roulettegesetzen temporär auf. In Grenzen, die sich wiederum berechnen lassen.
Aber sie verlassen diesen Bereich nie signifikant.

Entdecken wir eine signifikante Asymmetrie, dann ist das Roulette geknackt. :erster:

:pirat: webpirat

winkel
07.06.2006, 01:15
Frage: Darf man bei "Nein, aber...." auch begründen?
"Nein" habe ich gestimmt, weil ganz einfach:

Dass ein Ungleichgewicht besteht, merkt man erst, wenn es besteht.
Setzt man diesem nach, so kann es sein, daß es gerade endet sich zu "ungleichen".
Es wäre die alte Frage nach dem Ecart, wie lang ist er und wie lang wird er noch und wenn er schwankt wielange schwankt er und wohin letztendlich dann, wenn er nicht mehr schwankt.

Aber wenn man ein Ungleichgewicht hat, das konstant ungleich ist, wie es Webpirat z.B. projiziert (25,5% mehr längere Serien als 2er) dann kann man es schon ausnutzen.

Und, guter Webpirat: Diese Serienungleichgewichtung steht hier in diesem wunderbaren Forum. Und immer wenn ich darauf rumhacke, dann guckt mal wieder kein Schwein hin.

<_< :angry: :(

gruss
winkel

webpirat
07.06.2006, 09:28
Originally posted by winkel@07.06.2006 - 02:15
Dass ein Ungleichgewicht besteht, merkt man erst, wenn es besteht. ...

Das ist richtig, es sind halt nur die Abweichungen von den mathematischen Erwartungswerten, die immer auftreten und die zwar berechenbar, aber nur mit Glück bespielbar sind (z.B. Wellenreiten).

Aber wenn man ein Ungleichgewicht hat, das konstant ungleich ist, ... dann kann man es schon ausnutzen.

Meine Worte&#33;
Die Asymmetrien müssen dafür signifikant jenseits dieser Standardabweichungen liegen. Signifikant heißt, über eine sehr, sehr lange Teststrecke und mit jeder beliebigen Permanenz reproduzierbar.

Diese Serienungleichgewichtung steht hier in diesem wunderbaren Forum. Und immer wenn ich darauf rumhacke, dann guckt mal wieder kein Schwein hin.

In diesem wunderbaren Forum steht sooo vieles. Was konkret sprichst du an?
Von signifikanten Asymmetrien wird zwar immer gerne geredet (Rouletteforscherlatein), doch wenn man die betreffende Strategie dann unter die Lupe nimmt kommt leider immer nur Normalität mit den zulässsigen Standardabweichungen dabei heraus.


:pirat: webpirat

Robin H.
07.06.2006, 11:17
@all
dachte es handelt sich bei der Frage um ein entdecktes dauerhaftes Ungleichgewicht. Das ganze wenn und aber ist sinnlos. Bei einem dauerhaften Ungleichgewicht kaufe ich einen Lastwagen(für den Geld -Transport) und hol die Kohle im Casino ab :8)
Na ja ist leicht übertrieben :wub:
Momentanes Ungleichgewicht ist Grilleau Strategie (setzt allerdings auf Ausgleich)
Dauerhaftes Ungleichgewicht wäre ja auch ein Kesselfehler, ist ja auch weidlich ausgenutzt worden bis es sie in dem Maße nicht mehr gab
Womit die Frage beantwortet ist
Grüße
Robin H :hear:

Coolant
28.07.2006, 17:55
Hallo,

ich stimme eindeutig für nein&#33;

Wenn die erste Kugel fällt könnte die Farbe ROT oder SCHWARZ sein.
Dann haben wir ja schon ein Ungleichgewicht&#33;&#33;

Und wie bitteschön wäre sowas ausnützbar...

Das Ungleichgewicht müsste sehr ausgeprägt sein um darauf einen Vorteil
zu erlangen.

z.Bsp. 50er Rot-Serie :wild:


Gruß an alle

DanDocPeppy
28.07.2006, 19:05
Hi&#33;

JA ABER: Nur mit viel Kapital, viel Geduld und viel Disziplin&#33;

LG
DanDocPeppy

Kesselmagier
29.07.2006, 21:13
Hallo--Freunde--
schönes Thema &#33;

Ja es ist ausnutzbar---aber nur mit der Pers. Permanenz.
Diese unterliegt ja auch den Roulette-Gesetzen.

Angenommen wir finden in unseren gesetzten Aufzeichnungen
einen grossen Überhang an 2er Serien so können wir mit viel Kapital
und Geduld einige Stücke gewinnen wenn wir jede 2er auf Fortsetzung spielen.
Dieses ist an den Tischpermanenzen nicht möglich da man ja nicht weiss was
vorher war.
Aber bei meiner PP. weiss ich es schon&#33;&#33;
Dieses ist meine meinung zum Thema.



grüsse
Kesselmagier

DonP
15.10.2008, 18:50
Hallo Leute,

Der Thread ist zwar schon älter, aber das Thema immer aktuell.

Ich schließe mich @webpirat und @kesselmagier an.

Spiele seit einiger Zeit erfogreich ab 3 Sigma und höher. D.h. wenn ich eine Situation vorfinde, die eine Wahrscheinlichkeit jenseits der 3-Sigma-Grenze hat, setze ich mit Verlust-Progi darauf, dass der Ecart nicht noch wesentlich größer wird.

Das funktioniert ganz gut. Es gibt auch Platzer, aber der Saldo ist gut im Plus.

Man muss dabei natürlich etwas beachten:
– Die P.P., wie Kesselmagier schon schrieb
– Die Gesamtzahl an Coups, weil sich die 3-Sigma Grenze natürlich verschiebt, je mehr Coups insgesamt in der P.P. ausgewertet sind.

Erwartungswert und Standardabweichung sind bekanntlich von der Anzahl Coups abhängig.
Mit anderen Worten: Da die Verteilungskurve mit der Anzahl Coups immer höher und breiter wird, muss das Angriffsfenster jeweils mitwandern, d.h. immer schön außerhalb der 3-Sigma-Grenze positioniert bleiben.

Dieses Vorgehen hat zwangläufihg zur Folge, dass man irgendwann überhaut nicht mehr setzen kann, nachdem sich die Grenze mit der Zeit soweit verschoben hat, dass man keine Satzsignale mehr erlebt (zu selten). Aber es dauert bei mir noch eine ganze Weile bis dahin.

Spielt sonst noch jemand so etwas?
Gute oder schlechte Erfahrungen?

Don P

DonP
17.10.2008, 15:06
Hi,

Booaaahhh, sooo viel Resonanz habe ich jetzt nicht erwartet... ;)

Ist denn mein Beitrag so bescheuert oder so unverständlich, dass er keinerlei Kommentar wert ist? :think:

Oder habe ich aus Versehen die Lösung des Roulette-Problems ausgeplaudert, so dass es euch die Sprache verschlägt? :shock:

Ich glaube wirklich, viele machen einfach den Fehler, dass sie immer gleich hunderttausende oder Millionen Coups auswerten für ihre Strategien :guidance:, und dann enttäuscht sind darüber, dass das Gesetz der großen Zahlen am Ende die Performance auf den bekannten negativen Erwartungswert gezwungen hat :lesen: :doh:.

Ich denke jedenfalls, ein temoräres Ungleichgewicht ist immer ausnutzbar, wenn es groß genug ist (>3 Sigma), und ein absolutes Ungleichgewicht kann man doch gar nicht kennen ohne die Unendlichkeit zu überblicken :wacko:, es sei denn, der Kessel quietscht hörbar und eiert sichtbar....

Gruß, :schades:
Don P

Scoubidou
17.10.2008, 16:11
Originally posted by DonP@17.10.2008 - 16:06
Booaaahhh, sooo viel Resonanz habe ich jetzt nicht erwartet... ;)

Ist denn mein Beitrag so bescheuert oder so unverständlich, dass er keinerlei Kommentar wert ist? :think:
Hey DonP,

ist ne seeehr alte Suppe das mit den 3-Sigma-Grenze-Angriff (1920 - 1930).

Meine Meinung nach sind Grilleau&#39;s Überlegungen weitgehend ineffizient bezüglich das reale Spiel &#33; Alles nur grauen Theorie, man kann (fast) nix damit anfangen. :(

Wenn du momentan damit gewinnts ist natürlich prima.
Aber ich denke es ist alt nur Glück.

Hättest du ab Sigma-1 oder gar Sigma-0,1 dasselbe Spiel gemacht, hättest du haargenau die selbe Chance zu überleben,... oder in der Keller zu sturzen &#33;&#33;&#33; :wacko:

Scoubi :hide:

DonP
17.10.2008, 16:17
Hi Scoubi,

Ach so ist das. Naja.
Wusste nicht, dass die Idee schon so alt ist.
Bei mir funktioniert sie bis jetzt. Mal sehen, wie es weitergeht...

Danke und Gruß,
Don P

DanDocPeppy
17.10.2008, 17:58
Na Don, erzähl uns doch ein bisschen mehr.
Welche Chancen du bespielst, wieviele Coups schon, me oder Progi,...

LG
DDP

DonP
17.10.2008, 19:34
Originally posted by DanDocPeppy@17.10.2008 - 17:58
Na Don, erzähl uns doch ein bisschen mehr.
Welche Chancen du bespielst, wieviele Coups schon, me oder Progi,...

Hi DDP,

Soll ich?
Anscheinend bin ich wirklich der dereinzige, der so spielt. Hab schon im Paralleluniversum (wie ihr das glaub&#39; nennt) probiert, einen Erfahrungsaustausch anzuleiern, aber niemand kennt sich damit aus oder hält etwas davon.

Ok, ich erkläre mal, ist im Prinzip ganz einfach:

Aus dem Kessel mache ich z.B. eine Art "Würfel" mit 9 Seiten.
Jede Würfelseite besteht dann aus 4 Pleins, macht 4*9 = 36 insgesamt. Die 37ste Nummer wird ignoriert, spielt also nicht mit.

Pro Würfelseite existiert eine Buchungsspalte, und die Coups der Permanenz werden jeweils in die entsprechenden Spalten eingetragen, bis nur noch eine Spalte leer ist. Das bedeutet dann, dass eine der 9 Würfelseiten noch nicht erschienen ist, die anderen alle mehrfach, so mindestens 3-4 mal sollte jede andere schon erschienen sein.

Sobald die Spalten mit insgesamt ca. 50-55 Coups gefüllt sind (55= ca. 3 Sigma), greife ich die einzige nicht erschienene Würfelseite (4 Pleins) mit je 1 Stück an und zwar maximal ca. 18-20 Coups lang, mit – bitte nicht lachen – Martingale: Also erst 8 * 4 Stücke, dann 4 * 8 Stücke usw., immer so, dass im Trefferfall noch ein Plus bleibt.

Das Ganze läuft in der Regel prima, Platzer sind selten und kosten dann halt je 152 oder 192 Stücke.

Meistens sind natürlich alle 9 Würfelseiten schon viel früher erschienen (ca. nach 24 Coups), deshalb wird aus Zeitgründen die Permanenz gleitend ausgewertet.

Das war&#39;s schon. So ist es jedenfalls im Landcasino spielbar, bin seit insgesamt ca. 1 1/2 Jahren (nicht fortlaufend) gut im Plus, spiele aber nur max. 5er-Stücke Grundeinsatz.

Habe das dann noch ziemlich perfektioniert mit variabler 37ster Nummer, zusätzlichen Würfeln z.B. à 6 Seiten usw., aber das geht dann nicht mehr ohne Computerprogramm.

Mit Programm (starr durchgespielt) laufen Auswerungen à 10&#39;000 Coups in gleitender Auswertung mit jeder Würfelart (6er, 9er etc) meistens positiv, mit Plus-Salden zw. 50 bis 150 Stück, Minus höchstens mal 20 oder so, aber seltener als Plus-Salden. Habe aber erst so ca. 6 mal solche 10&#39;000er-Testläufe gefahren.
Weil es so gut aussieht, traue ich mich kaum, sofort noch mehr zu testen ;)

Ich denke jetzt nämlich, dass man mit steigender Anzahl Spielen eben das Angriffsfenster nach hinten verschieben muss, d.h. irgendwann erst ab 60 Coups des Ausbleibens beim 9er-Würfel angreifen darf usw., weil ja das böse Gesetz der großen Zahl sonst mein Fenster immer weiter zu Mitte der Verteilungskurve drückt, oder anders formuiert, die anwachsende Häufigkeitskurve der verschiedenen Längen bis Treffer mein Fenster einfach verschluckt, wenn du verstehst, was ich meine...

Gruß, Optimierer

webpirat
18.10.2008, 08:45
Hallo DonP,

legst du die Vierergruppen vor Spielbeginn fest (z.B. die 9 Quersummen)?
Dann wird es in der Tat selten vorkommen, dass eine Gruppe nach 50-55 Coups noch nicht erschienen ist.

Doch man kann ja fast unzählige 9 Vierergruppen bilden:

Da wären z.B. die insgesamt 23 Carrée, die sich sogar mit 1 Stk setzen lassen.
Oder die 1.770 Kombinationen aus je zwei der 60 Chevaux (mit 2 Stk zu setzen).

Denkt man das zu Ende, nämlich bis zu den 66.045 möglichen Plein-Kombinationen, dann kommt dabei heraus:
Notation der gefallenen Zahlen in einem gleitenden 50-Coup-Fenster und Angriff, sobald 4 (oder mehr) Zahlen nach dieser Strecke noch nicht erschienen sind.

Also eine klassische Restanten-Verfolgung.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das lange ganz gut funktioniert.
Im Dauertest wird allerdings das uns allen verhasste Ergebnis herauskommen.


:pirat: webpirat

DonP
18.10.2008, 14:39
Originally posted by webpirat@18.10.2008 - 08:45

legst du die Vierergruppen vor Spielbeginn fest (z.B. die 9 Quersummen)?
Dann wird es in der Tat selten vorkommen, dass eine Gruppe nach 50-55 Coups noch nicht erschienen ist.


Hallo webpirat,

Ja, die Vierergruppen stehen vor Spielbeginn fest, jedenfalls wenn von Hand gebucht gebucht werden muss.

Man kommt aber trotzdem gar nicht so selten zum Zug, v.a. wenn man 2 oder 3 Tische gleichzeitig beobachtet.

Man sitzt eine Weile herum und bucht, dann geht&#39;s los für ein paar Sätze, und gut. Macht richtig Spass. Die ungläubig staunenden Blicke der Croupiers sind das Beste, wenn man mit lächerlichen 4 Plains regelmäßig absahnt :P und sich dann wieder zurückzieht mit +24 Stücken nach dem 3. Satz oder so. Es steht ihnen förmlich auf die Stirn geschrieben "wie zum Geier macht der das?" :blink:
Anfangs zwacken sie noch jedes Mal ihr Tronk-Stück ab ohne dass man etwas sagt, nach einer Weile dann aber nicht mehr, dann gebe ich nur noch bei jedem 2. oder dritten Gewinn ein Stück und sie sind zufrieden.

Es gab aber auch schon zähe Strecken, wo sich stundenlang einfach keine Satzmöglichkiet ergab. Das ist dann natürlich ätzend.
Und manchmal ist es genau umgekehrt: Ein Tisch nach dem anderen liefert Satzsignale, dann kann das gemütliche Spiel sogar stressig werden...


Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das lange ganz gut funktioniert.
Im Dauertest wird allerdings das uns allen verhasste Ergebnis herauskommen.



Ja, der Dauertest macht mir auch ein wenig Kopfzerbrechen... Bis jetzt geht&#39;s ja, aber wie lange noch, das ist die Frage. :8)
Darum denke ich ja daran, die Bedingungen mit der Zeit zu verschärfen. Muss es wohl mal ausgiebig mit dem Computer testen...

Gruß, Don P

Scoubidou
18.10.2008, 15:16
Hi DonP,

Ein lob muss man dir allerdings mitteilen für die saubere Darstellung deine Spielweise. :)

Du hast deine System so hervorragend präsentiert das (fast) keine Nachfrage nötig sind &#33; :hear:

Allerdings, diskussionen zu diesem Thema bleiben offen.

BdF

Scoubidou :wavey:

webpirat
18.10.2008, 15:34
DonP, was spricht dagegen, die 60 verschiedenen Chevaux auf einem Karoblock zu buchen (d.h. nach jedem Coup sind 2, 3 oder 4 Kreuzchen zu machen) und nach 50 Coups zu schauen, ob es 2 Chevaux gibt (nicht überlappend&#33;), die noch kein Kreuzchen haben? Im Idealfall kann das sogar ein Carré sein.

Es gäbe viel mehr Satzsignale und du kannst die Tronc-Abgabe verweigern.


:pirat: webpirat

DonP
19.10.2008, 10:07
Hallo webpirat,

Das mit den Chevaux ist ein gute Idee, wäre einen Versuch wert, würde es mir doch die Tronc-Abgaben erparen.

Eines spricht aber dagegen: Die 4er-Gruppen wären dann nicht geometrisch gleichverteilt im Kessel. Das sind meine bis jetzt schon, durch einen gewissen Trick sogar extrem gleichverteilt, was aber nur mit Computer zu machen ist.

Vielleicht macht die Kesselverteilung auch gar keinen so großen Unterschied...

Gibt es wirklich keine Restanten-Spieler sonst?

Es war mir nie richtig klar, warum man nicht gegen die Bank spielen soll und, wie viele meinen, auch nicht im Verlust progressieren soll.

Das einzige, was man doch mit Sicherheit sagen kann bei allem Zufall ist, dass jede Nummer erscheinen muss, früher oder später. Was das "später" betrifft, so gibt es da klare Grenzen, so ab 3 Sigma eben, auch wenn das nicht immer klappt, Hauptsache es klappt meistens.

Favoriten dagegen sind total launisch, machen einfach was sie wollen. Wann ist ein Favorit ein Favorit? Und woher will man wissen, ob und wie lange er Favorit bleibt?

Gruß,
Don P

webpirat
19.10.2008, 11:32
Originally posted by DonP@19.10.2008 - 11:07
... Vielleicht macht die Kesselverteilung auch gar keinen so großen Unterschied...

Gehe davon aus, dass es keinen Unterschied macht.
Nimm zum Vergleich 4 Zahlen, die im Kessel nebeneinader liegen, also einen 4er-Sektor bilden.
Bekommst du andere Ergebnisse?
Deshalb kannst du auch nach dem Carré suchen (es gibt 23 verschiedene), das nach 50 Coups noch nicht getroffen wurde. Dann kannst du die 4 Zahlen mit 1 Stück setzen und Tronc ist kein Thema.

Gibt es wirklich keine Restanten-Spieler sonst?

Das kann man so nicht sagen.
winkel setzt mit seiner RNF-Strategie auch auf Restanten, wenn er ein Signal dafür bekommt. Und mir sind einige Strategien für die Transversalen Plein bekannt, bei denen auf Restanten gesetzt wird. Außerdem spielt jeder, der bei den Einfachen Chancen oder Dutzenden gegen eine Serie setzt (also die Mehrzahl der Intuitiv-Spieler) auf die restante Chance.

Es war mir nie richtig klar, warum man nicht gegen die Bank spielen soll und, wie viele meinen, auch nicht im Verlust progressieren soll.

Der Grund ist vermutlich der, dass eine weit zurück liegende Pleinzahl früher oft durch einen Kesselfehler zum Restanten wurde. Gegen einen Kesselfehler zu setzen ist wirklich nicht klug. Doch auch ohne Kesselfehler würde ich nicht auf die Zahl setzen, die 100x nicht gekommen ist. Denn die Binomialverteilung erklärt, dass es fast immer einen extremen Ausbleiber geben wird.
Fällt er dann endlich, dann allerdings kann er in kurzen Abständen noch mehrmals erscheinen.

Favoriten dagegen sind total launisch, machen einfach was sie wollen.
Wann ist ein Favorit ein Favorit? Und woher will man wissen, ob und wie lange er Favorit bleibt?

Ich geben dir Recht, dass ein Favoritenspiel nicht zwingend erfolgreicher ist als ein Restantenspiel.


:pirat: webpirat

Scoubidou
19.10.2008, 11:42
Originally posted by DonP@19.10.2008 - 11:07
Gibt es wirklich keine Restanten-Spieler sonst?

Es war mir nie richtig klar, warum man nicht gegen die Bank spielen soll und, wie viele meinen, auch nicht im Verlust progressieren soll.

Das einzige, was man doch mit Sicherheit sagen kann bei allem Zufall ist, dass jede Nummer erscheinen muss, früher oder später. Was das "später" betrifft, so gibt es da klare Grenzen, so ab 3 Sigma eben, auch wenn das nicht immer klappt, Hauptsache es klappt meistens.

Favoriten dagegen sind total launisch, machen einfach was sie wollen. Wann ist ein Favorit ein Favorit? Und woher will man wissen, ob und wie lange er Favorit bleibt?
Hallo DonP,

das stimmt, Nummern, Chancen, Kesselteile mussen alle mal dran kommen.

Hierbei ist zu beachten das unbedingt soll vermieten werden sich auf eine zu restriktive restanten-Bereich zu fokalisieren ; z.B. EIN oder ZWEI Nummer können sehr lang ausbleiben.

Nun, der Kessel in 9 vierergruppe teielen und auswerten, sowie du es machst, ist schon weit vernünftiger. Denn eine solche beliebige Gruppe entspricht ja über 10% von der Kesselfläche. So eine Bereich kann nicht ewig ausbleiben, klar.

Favoriten bevorzügen (anstatt Ausbleiber) hat u. a. der Vorteil das man sehr schnell zu Spiel kommt, ohne stunden lang warten zu müssen etc.

BdF

Scoubi ;)

sachse
19.10.2008, 13:03
Ich geben dir Recht, dass ein Favoritenspiel nicht zwingend erfolgreicher ist als ein Restantenspiel.
Ich denke, ein Favoritenspiel ist weniger verlustreich.
Warum?
Kein Roulettekessel ist zu 100% zufällig.
Nun reichen die Kesselfehler vielleicht nicht mehr zum Gewinnen aber sie produzieren eben prozentual weniger Verlust der Favoriten und mehr als die üblichen 2,7% minus für die(mechanisch bedingten) Restanten.

sachse

DonP
19.10.2008, 14:18
Originally posted by sachse@19.10.2008 - 13:03
Kein Roulettekessel ist zu 100% zufällig.
Nun reichen die Kesselfehler vielleicht nicht mehr zum Gewinnen aber sie produzieren eben prozentual weniger Verlust der Favoriten und mehr als die üblichen 2,7% minus für die(mechanisch bedingten) Restanten.

Hallo sachse,

Also doch noch Kesselfehler heutzutage?
Woher weißt du das?

Bis jetzt ist mir noch kein solcher Fehler aufgefallen. Wenn eine restante Gruppe endlich wieder erscheint, dann geht es mit ihr allermeistens "normal" weiter, d.h. die nächste lang ausbleibende Gruppe ist dann in aller Regel eine andere.

Falls doch nochmal dieselbe Gruppe anschließend länger ausbleibt, tut sie spätestens nach der zweiten Erscheinung wieder normal. Etwas anderes ist mir noch nie vorgekommen.

Mag sein, dass bei kleinen mechanischen Fehlern die Favoriten theoretisch etwas besser abschneiden, aber ich denke, dass das nicht den großen Nachteil aufwiegt, den die Favoriten dadurch haben, dass sie als Favoriten gar nicht eindeutig erkannt werden können.

Restanten sind immer völlig eindeutig, Favoriten dagegen, naja... man muss wohl fest an sie glauben.

Gruß,
Don P

sachse
19.10.2008, 15:27
Hallo DonP,

dass es heute noch gewinnende KF-Spieler gibt, weiß ich.
Allerdings manifestiert sich ein echter KF erst nach 5.000-15.000 Coups pro Drehrichtung.
Es müsste als der gleiche Kessel mindestens 3 Monate ohne Reparatur oder Service(außer ölen) im Gebrauch sein.
Du würdest sicher nicht einmal bemerken, wenn in Deinem Casino täglich die Kessel getauscht würden, weil Du nicht darauf achtest.
Das wird der Grund sein, warum Du davon nichts bemerkst.
Außerdem gewinnen die wenigsten KF. Meist sind sie so gering, dass sie die 2,7%(5,4% mit Tronc) nicht überspringen können.
Andererseits kann es aber passieren, dass ein Restant aus mechanischen Gründen dauerhaft 5% statt 2,7% verliert.

sachse

RCEC
02.02.2009, 07:55
@christian

Wenn ein Restant dauerhaft 5% hinten ist bedeutet dies ja ,daß seine beiden Nachbarn Favoriten sind

wenn ein fach schmäler ist als es soll müssen die beiden nebenfächer breiter sein

servus
gerhard

Trendy
02.02.2009, 07:57
Hallo Leute,

ich sehe das so, dass prinzipiell jedes Ungleichgewicht, welches signifikante Abweichungen hervorruft, praktisch auswertbar und auch nutzbar ist - sofern der Aufwand sich in Grenzen hält (Realcasino) oder mittels geeigneter Auswertungs- und Buchungsumgebung für das Onlinecasino.

Selbstverständlich bedeutet das nicht, dass hiermit automatisch eine Systemüberlegenheit mit einhergeht, denn die vielen Vorteile der Bank (Zero, Kapital, Regelwerk,...) lassen den einzelnen Spieler überwiegend scheitern.

Eine reelle Chance auf einen Dauergewinn außerhalb des Kesselguckens sehe ich alleinig im konsequenten Ausnutzen aller möglichen kleinen Kniffe, die zudem so aufeinander abgestimmt werden müssen, dass das Zusammenspiel der Komponenten schlichtweg "optimal" ist.

Ob das Ganze nur ein Mittelstrecken- oder Langläufer sein wird, oder gar ein "Dauerläufer", vermag ich nicht zu sagen, doch denke ich, dass es kein dauerhaft durchspielbares System geben kann. Auch hier wird die Kunst darin bestehen, rechtzeitig zu pausieren und den richtigen Einstieg ins Spiel zu finden.

Unter dieser Sichtweise sage ich "Ja", jedes signifikante (messbare und weiterbestehendes) Ungleichgewicht ist prinzipiell ausnutzbar.


Viele Grüße,
Trendy :)

RCEC
02.02.2009, 08:09
Es gibt 1 Spiel bei dem ein signifikates Ungleichgewicht herrscht

Baccarat

Dort gewinnt die Bank immer mehr als der Spieler

Deshalb gibt es eine Abgabe

Man kann selbst die Bank sein

Eine vereinfachte Verson ist Punto Banco

Bei Betfair ist der Hausvorteil nur 0,03 %

Infos bei

http://wizardofodds.com/baccarat

CU
GB