webpirat
03.05.2006, 19:23
<table border="0" cellpadding="8" cellspacing="0" width="666"><tbody><tr bgcolor="#bbccee"> <td colspan="3" align="center"> Prof. Ralf Schneider:
Roulette: Strategien und Gewinnchancen
Eine wahrscheinlichkeitstheoretische Analyse
</td></tr><tr> <td align="center" bgcolor="#ffffff" width="180">http://www.zufallsforschung.de/Bilder/Ralf-Schneider.jpg</td><td bgcolor="#dddddd" valign="top" width="90">
ISBN:
Verlag:
erschienen:
Preis:
Format:
Umfang:
Ausstattung:
</td><td bgcolor="#dddddd" valign="top">
3-930324-99-7
VWF Verlag GmbH, Berlin
1997 (1. Auflage)
34,77 Euro
14 x 20 cm
140 Seiten
Klebebindung mit Hardcover
</td></tr><tr bgcolor="#ffcc99"> <td bgcolor="#ffddaa" valign="top">Autor:
</td><td colspan="2" bgcolor="#ffddaa" valign="top">Der Autor macht im Buch keine Angaben über sich selbst, und auch meine Internet-Recherche blieb erfolglos. </td></tr><tr bgcolor="#ffff99"> <td bgcolor="#ffffcc" valign="top">Inhalt:</td><td colspan="2" rowspan="2" bgcolor="#ffffcc" valign="top">1 - Vorwort
2 - Roulette
3 - Das Verdoppelungssystem
4 - Das normale Zwei-Zahlen-System
5 - Weitere Systeme
6 - Gewinnchancen
7 - Verluste
Anhang A: Authentische Roulettepermanenzen
Anhang B: Beispiele von Spielserien
Anhang C: Erklärung der Bezeichnungen
Literatur
Auszug aus dem Vorwort des Autors:
„Dieses Buch unterscheidet sich von den zahlreichen Büchern über
Roulette dadurch, daß es sich nicht mit den üblichen Systemen befaßt, bei denen es hauptsächlich darauf ankommt, welche Zahlen
während einer gewissen Spieldauer besonders häufig und welche
selten oder gar nicht vorgekommen sind, bei denen also die Ermittlung der "Favoriten" eine wesentliche Rolle spielt. ... Die Systeme dieses Buches kümmern sich nicht um die "Vergangenheit", sondern basieren auf der mathematischen Wahrscheinlichkeitstheorie. Die hier gemachten Aussagen sind deshalb exakt, ...”
Meine Meinung über dieses Buch:
Zuerst einmal: es ist etwas lieblos gestaltet. Ein Mathematiker legt halt keinen allzu großen Wert auf die Form, nur auf die Inhalte. Das sei ihm verziehen.
Das Buch enthält mehr Zahlen und Formeln als Wörter. Das macht
es nicht gerade zu einer leichten Lektüre. 53 Tabellen und unzählige
Formeln wollen verstanden werden. Und da ist der Prof. etwas weltfremd: „Zum Verständnis werden lediglich Schulkenntnisse in der Mathematik vorausgesetzt”. Ich muss das falsche Gymnasium besucht haben ...
Doch worum geht es überhaubt? Was sind "...die Systeme dieses
Buchs..."?
Es geht um Verlustprogressionen bei den Einfachen Chancen.
Prof. Schneider beginnt mit dem "Verdoppelungssystem", gemeint
ist natürlich die Martingale. Bei der tilgt 1 Treffer alle bisherigen
Verluste. Die Gefahren kennen wir alle. Interessant in diesem Kapitel ist, wie Prof. Schneider bei seiner Buchung die Zero behandelt.
Schnell kommt er dann zum "Zwei-Zahlen-System", damit meint er
die Labouchère (Labby) oder Amerikanische Abstreichprogression (auch diese Begriffe findet man in seiner Abhandlung kein einziges Mal). Und jetzt ist der Prof. in seinem Element: Er präsentiert unglaublich viele Varianten der Labby, spielt sie MAP, MIP, MAMIP und MIMAP, rechnet und rechnet und füllt eine Tabelle nach der anderen mit Zahlen. Wenn man in seine Denkwelt eintritt ist das wirklich sehr interessant.
Prof. Schneider macht beim "Zwei-Zahlen-System" nicht halt. Er
berechnet auch die Wahrscheinlichkeiten von "Mehr-Zahlen-Systemen", also solche, bei denen 1 Treffer 3, 4 oder 5 Verluste tilgt.
Der Großteil seiner Auswertungen bezieht sich aber auf das "Zwei-Zahlen-System", also die Labby, klassisch gespielt. Er berechnet exakt die maximalen Einsätze, den maximalen Zwischenverlust und den Gesamtgewinn für eine vorgegebene Spiellänge.
Prof. Schneider hat sich mit diesem Werk ein Denkmal gesetzt.
Doch was ich vermisse ist ein Fazit. Es wird zwar in seinen Ergebnissen in Anhang B und 'zwischen den Zeilen' deutlich, dass er das "Zwei-Zahlen-System" – richtig gespielt – für so gut wie unverlierbar hält, doch klar sagt er dies nicht. Ich vermute, er hält sich zurück, um solche Leser, die nur das Vorwort und das Fazit lesen, nicht zu waghalsigen Casinobesuchen anzuspornen und in den Ruin zu treiben.
Dennoch fand ich klitzekleine Fazits im Text eingestreut:
„... solte ein vernünftiger Spieler nicht über m (maximale
Länge der Spielserie, also Coups) = 30 und h (Länge der
Startfolge) = 2 hinausgehen.” (Seite 136)
Die Gewinnchance ist dabei 98,59% (Seite 73) und der mögliche maximale Zwischenverlust bei einer Startfolge 1-1 ist 271,5 Stk (Seite 95). Geht eine solche Partie nach 30 Coups verloren, beträgt der durchschnittliche Verlust 198 Stk (Seite 99).
Die Startfolge 1-1 erweist sich mathematisch als die günstigste, erstaunlicher Weise ist sie sogar günstiger als 0-1 (Seite 90)!
Wer sich durch dieses Buch durchgebissen hat, der wird in den nächsten Wochen sicher nur noch »Walt Disney's Lustige Taschenbücher« lesen wollen.
webpirat, 03-05-2006</td></tr><tr bgcolor="#ffff99"> <td bgcolor="#ffffcc" valign="bottom">
<iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=dcsrouletboar-21&o=3&p=8&l=as1&asins=3930324997&fc1=000000&IS2=1<1=_blank&lc1=0000ff&bc1=000000&bg1=ffffff&f=ifr" style="width: 120px; height: 240px;" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" frameborder="0"></iframe>
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Roulette: Strategien und Gewinnchancen
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</td></tr><tr> <td align="center" bgcolor="#ffffff" width="180">http://www.zufallsforschung.de/Bilder/Ralf-Schneider.jpg</td><td bgcolor="#dddddd" valign="top" width="90">
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Ausstattung:
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3-930324-99-7
VWF Verlag GmbH, Berlin
1997 (1. Auflage)
34,77 Euro
14 x 20 cm
140 Seiten
Klebebindung mit Hardcover
</td></tr><tr bgcolor="#ffcc99"> <td bgcolor="#ffddaa" valign="top">Autor:
</td><td colspan="2" bgcolor="#ffddaa" valign="top">Der Autor macht im Buch keine Angaben über sich selbst, und auch meine Internet-Recherche blieb erfolglos. </td></tr><tr bgcolor="#ffff99"> <td bgcolor="#ffffcc" valign="top">Inhalt:</td><td colspan="2" rowspan="2" bgcolor="#ffffcc" valign="top">1 - Vorwort
2 - Roulette
3 - Das Verdoppelungssystem
4 - Das normale Zwei-Zahlen-System
5 - Weitere Systeme
6 - Gewinnchancen
7 - Verluste
Anhang A: Authentische Roulettepermanenzen
Anhang B: Beispiele von Spielserien
Anhang C: Erklärung der Bezeichnungen
Literatur
Auszug aus dem Vorwort des Autors:
„Dieses Buch unterscheidet sich von den zahlreichen Büchern über
Roulette dadurch, daß es sich nicht mit den üblichen Systemen befaßt, bei denen es hauptsächlich darauf ankommt, welche Zahlen
während einer gewissen Spieldauer besonders häufig und welche
selten oder gar nicht vorgekommen sind, bei denen also die Ermittlung der "Favoriten" eine wesentliche Rolle spielt. ... Die Systeme dieses Buches kümmern sich nicht um die "Vergangenheit", sondern basieren auf der mathematischen Wahrscheinlichkeitstheorie. Die hier gemachten Aussagen sind deshalb exakt, ...”
Meine Meinung über dieses Buch:
Zuerst einmal: es ist etwas lieblos gestaltet. Ein Mathematiker legt halt keinen allzu großen Wert auf die Form, nur auf die Inhalte. Das sei ihm verziehen.
Das Buch enthält mehr Zahlen und Formeln als Wörter. Das macht
es nicht gerade zu einer leichten Lektüre. 53 Tabellen und unzählige
Formeln wollen verstanden werden. Und da ist der Prof. etwas weltfremd: „Zum Verständnis werden lediglich Schulkenntnisse in der Mathematik vorausgesetzt”. Ich muss das falsche Gymnasium besucht haben ...
Doch worum geht es überhaubt? Was sind "...die Systeme dieses
Buchs..."?
Es geht um Verlustprogressionen bei den Einfachen Chancen.
Prof. Schneider beginnt mit dem "Verdoppelungssystem", gemeint
ist natürlich die Martingale. Bei der tilgt 1 Treffer alle bisherigen
Verluste. Die Gefahren kennen wir alle. Interessant in diesem Kapitel ist, wie Prof. Schneider bei seiner Buchung die Zero behandelt.
Schnell kommt er dann zum "Zwei-Zahlen-System", damit meint er
die Labouchère (Labby) oder Amerikanische Abstreichprogression (auch diese Begriffe findet man in seiner Abhandlung kein einziges Mal). Und jetzt ist der Prof. in seinem Element: Er präsentiert unglaublich viele Varianten der Labby, spielt sie MAP, MIP, MAMIP und MIMAP, rechnet und rechnet und füllt eine Tabelle nach der anderen mit Zahlen. Wenn man in seine Denkwelt eintritt ist das wirklich sehr interessant.
Prof. Schneider macht beim "Zwei-Zahlen-System" nicht halt. Er
berechnet auch die Wahrscheinlichkeiten von "Mehr-Zahlen-Systemen", also solche, bei denen 1 Treffer 3, 4 oder 5 Verluste tilgt.
Der Großteil seiner Auswertungen bezieht sich aber auf das "Zwei-Zahlen-System", also die Labby, klassisch gespielt. Er berechnet exakt die maximalen Einsätze, den maximalen Zwischenverlust und den Gesamtgewinn für eine vorgegebene Spiellänge.
Prof. Schneider hat sich mit diesem Werk ein Denkmal gesetzt.
Doch was ich vermisse ist ein Fazit. Es wird zwar in seinen Ergebnissen in Anhang B und 'zwischen den Zeilen' deutlich, dass er das "Zwei-Zahlen-System" – richtig gespielt – für so gut wie unverlierbar hält, doch klar sagt er dies nicht. Ich vermute, er hält sich zurück, um solche Leser, die nur das Vorwort und das Fazit lesen, nicht zu waghalsigen Casinobesuchen anzuspornen und in den Ruin zu treiben.
Dennoch fand ich klitzekleine Fazits im Text eingestreut:
„... solte ein vernünftiger Spieler nicht über m (maximale
Länge der Spielserie, also Coups) = 30 und h (Länge der
Startfolge) = 2 hinausgehen.” (Seite 136)
Die Gewinnchance ist dabei 98,59% (Seite 73) und der mögliche maximale Zwischenverlust bei einer Startfolge 1-1 ist 271,5 Stk (Seite 95). Geht eine solche Partie nach 30 Coups verloren, beträgt der durchschnittliche Verlust 198 Stk (Seite 99).
Die Startfolge 1-1 erweist sich mathematisch als die günstigste, erstaunlicher Weise ist sie sogar günstiger als 0-1 (Seite 90)!
Wer sich durch dieses Buch durchgebissen hat, der wird in den nächsten Wochen sicher nur noch »Walt Disney's Lustige Taschenbücher« lesen wollen.
webpirat, 03-05-2006</td></tr><tr bgcolor="#ffff99"> <td bgcolor="#ffffcc" valign="bottom">
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