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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Roulette = Börse?


volvovelo
11.02.2006, 12:56
André Kostolany wurde vor 100 Jahren geboren.

Seine weltberühmte 4-G-Strategie für die Börse war: Geld (eigenes, nicht geliehenes), Gedanken, Geduld und Glück.

Kurz vor seinem Tod (1999) warnte er eindringlich vor der Euphorie am deutschen
Neuen Markt. Wie wir wissen, wurden Milliarden "verbrannt". Kaum jemand hörte auf ihn.

Seine Lebenszusammenfassung war u.a.: "Bei meinen Geschäften habe ich zu 49
Prozent falsch und zu 51 Prozent richtig gelegen. Diese 2 Prozent haben den Erfolg ausgemacht."

Sind diese "highlights" beim Roulette nicht sehr ähnlich?

:wavey: volvovelo

Llanos
18.02.2006, 20:27
Diese 2 Prozent (Richtiges über dem Falschen) sollen den Erfolg ausgemacht haben…

Nun, als Kostolany kurz nach dem Mauerfall eine Veranstaltung in einem ziemlich stark
gefüllten Auditorium Maximum abhielt, wurde er zu den Konsequenzen der Vereinigung
befragt, und er sagte freiweg: „Das wird euch Tausende von Milliarden kosten. Und ihr
werdet das bezahlen müssen.“ Der damalige Finanzminister gleichermaßen wie sein Chef, der
Dicke mit „Den Gürtel enger schnallen“, die schwelgten seinerzeit noch im Schlaraffenland
der „blühenden Landschaften“ Ostdeutschlands. Sie haben sich zwar total geirrt. Aber ich
glaube nicht, dass dieses Falschliegen ihren Erfolg, dicke Diäten einzustreichen ad infinitum,
in irgend einer Weise schmälert. Überdies sind sie auch schon „in die Geschichte
eingegangen“, bevor sie überhaupt da war, und sind damit unserem Zeitgeschehen leider
beizeiten ver-antwortungs-los und stillschweigend entschwunden.

Wenn dies Geschichtliche in der Roulette-Szene eine Entsprechung finden würde, hätten wir
Verhältnisse wie in der Kernfamilie.

Viele Grüße von
Llanos