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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Money Management Idee 1


stoerti
28.08.2005, 00:46
Der gesamte Börsenbereich ist ja entstanden aus einer Idee von mir, mit Gewinn- und Verlustprogressionen an die Sache ranzugehen.
Das hier ist jetzt nur mal eine erste Idee - bezogen auf Kaffee, "C", an der NYBot

Alle Kurse sind Beispielpreise und müssen den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst werden.

Als Round-Turn Gebühren nehmen wir einmal 15$ an.
(Sauteuer aber so sollten wir rechnen)

Einstandskapital 1.000$

Ein Tick sind 37,50$ Gewinn/Verlust

Ausserdem erwarte ich vorher eine Chartanalyse und einen Blick in die Nachrichten!
Ob man das ganze mit einem Kauf oder einem Leerverkauf macht, ist wurscht.
Bei einem Shorthandel müssen die Stops nur alle umgedreht werden.
Und eben die Kauf/Verkaufpreise.

Vor Marktöffnung geben wir eine Kauforder, die etwa 5 Ticks unter dem Schlusskurs des Vortages liegt, für 2 Lot "C"
Die Order wird gecancelt, wenn wir 20 Minuten nach Marktöffnung noch immer keinen Fill haben.
Zeitgleich geben wir eine Verkauforder bei Einstandkurs - 1 Cent ein.
Ausserdem eine Verkauforder bei Einstand +5 Ticks.
( Oh man, das wird schwieriger, als ich dachte, so eine Strategie zu erklären)
Bei einem Fill wird die andere Order gecancelt.

Rechnung:


<pre>
5 Ticks Gewinn * 37,50 * 2 = 375&#036;
Abzügl. 2 * 15&#036; = 30&#036;
----------------------
345&#036; Im Sack.

Kontosaldo: 1345&#036;

</pre>


Das ganze machen wir 3 mal.
Sollte der Markt rennen, können wir auch einfach die Stops immer nachziehen.
Aber wir wollten die 5 Ticks mindestens einsacken&#33;

Ich nehme deshalb Kaffee, weil das Handelsvolumen gross ist und entsprechende Marktbewegungen vorhanden sind.
Die Schwankungen liegen am Tag bei ~ 1 Cent im Mittel.
High/Low bis zu 3 Cent im Mittel.

Bis hierher haben wir einen Kontostand von 2.035&#036;

Sollten wir einen der 3 Angriffe verlieren, so gehen wir mit der Martingale
im nächsten Angriff an die Sache ran.
Das heisst, wir verdoppeln die Anzahl der gehandelten Lots.
Keinesfalls auf grössere Kurskorrekturen warten&#33;
Sculper sind die, die die grosse Kohle holen, nicht die die wochenlang auf riesen Schwankungen warten&#33;

Auf keinen Fall eine Position über Nacht offen halten&#33;

Wir können ganz ohne Geld handeln, wir dürfen nur nicht abgerechnet werden - nach Börsenschluss&#33;

Ist diese Strategie bis hierher aufgegangen, handeln wir das ganze mit 3 Lot.
Und immer so weiter.

<pre>
Lot Saldo nach erfolgreichem Abschluss
2 2035
3 3587,5
4 4277,5
5 5140
6 6175
7 7382,5
8 8762,5
9 10315
10 12040

usw.
</pre>

Nach erfolgreichem Abschluss des zweiten Tages spielen wir quasi schon mit dem Geld der Bank...nein...der Börse.

DanDocPeppy
28.08.2005, 19:47
Hi&#33;

Sei doch so nett und erklär für die Börsenlaien wie ich einer bin, die wichtigsten Begriffe:

-RoundTurn-Gebühren
-Shorthandel
-Stops
-Fill
-Sculper

LG
DanDanPeppy

stoerti
28.08.2005, 20:18
-RoundTurn-Gebühren

Um an einer Börse zu handeln, muss man eine Gebühr bezahlen.
Und zwar einmal für den Ankauf sowie für den Verkauf.
An der Börse selbst sind das meist nur wenige Cents aber die Broker, die man
im Regelfall benötigt um handeln zu können (sonst müsste man ja selbst auf dem Parkett stehen) kassieren kräftig ab.

Eine Round Turn Gebühr ist also der Preis den man zahlen muss, wenn man eine
Position an- und wieder verkauft.

-Shorthandel

Shorthandel, auch als Leerverkauf bekannt, erkläre ich hier später noch genauer.
Das ist für einen Laien meistens schwer zu verstehen. Kurz gesagt kann man hierbei
an fallenden Kursen Geld verdienen, indem man heute eine Ware zu einem bestimmten Termin und Preis verkauft, die man gar nicht hat, in der Erwartung, diese Ware im Zeitraum bis zur Lieferverpflichtung billiger einkaufen zu können.

-Stops

Stop-Loss und Stop-Win
Du kaufst, sagen wir mal, zu einem Preis von 100
Ein Punkt Veränderung bringt Dir -sagen wir mal- 10&#036; Gewinn als auch Verlust
Der Kurs darf also maximal 10 Punkte nach unten gehen, bis Dein Geld alle ist, am Ende des Börsentages, wenn die Positionen glatt gestellt werden.
Du willst aber maximal die Hälfte Deine Geldes riskieren.
Also legst Du eine Stop-Loss Order an, die 5 Punkte unter Deinem Einstandskurs ist.
Das gleiche gilt für Stop-Win Orders.

Börsenkurse, gerade bei Termingeschäften können extrem starken Schwankungen unterliegen.
Sogar innerhalb von Minuten kann da richtig was passieren.
Man sitzt aber nicht immer vor dem Bildschirm und starrt auf die Kurse
(Obwohl man das sollte)
Also gibt man ggf. auch noch Stop-Win Orders an.

-Fill

Fill ist der Kurs zu dem ein Handel vollzogen wurde.
Wenn eine Ware - sagen wir mal unseren Kaffee - aktuell einen Kurs von
90,00 hat und wir wollten kaufen zu 90,00 dann heisst das nicht, dass wir das Zeug
auch für 90,00 bekommen.
Wir kaufen nicht von einer Bank oder setzen auf eine Zahl.
Wir kaufen von einem anderen Händler und da kann es passieren, dass wir
für 90,00 gar keinen Handelspartner finden.
Also müssen wir ggf. auch teurer kaufen (kommt halt drauf an, wie unsere Order dies erlaubt) und der Preis zu dem wir das Zeug dann wirklich bekommen, dass ist unser Fill - Also die Ausführung der Order
Fill heisst das deswegen, weil bei Vertragsabschluss ein Zettel ausgefüllt wird, auf dem unser Handel eingetragen wird.
(Das sind die vielen tausend Zettel, die auf dem Boden rumfliegen, das sieht man auf einem der Photos oder in Filmen)
Dieser Zettel wird "ausgefüllt" oder "filled"

-Sculper

Als Sculper bezeichnet man Personen, die Waren an und sofort wieder verkaufen.
Dabei machen sie sich die minimalen Kursschwankungen zunutze und verdienen pro Trade vielleicht 1,2 oder mal 10 Dollar.
Das machen sie aber hundert- oder tausendfach am Tag.
Das kann so extrem man nur machen, wenn man selbst auf dem Parkett steht.
Aber das sind die, die viel Kohle nach Hause holen und das sehr beständig.
Die haben im Mittel 50.000&#036; - im Monat.
Allerdings mit 40 nen Herzinfarkt und reif für die Rente.

DanDocPeppy
28.08.2005, 20:25
Hi&#33;

Da das war eine prompte Erklärung&#33; :respect:
Vielen Dank&#33;

LG
DanDocPeppy